Willkommen im Cross-Skating MAGAZIN

Frank Röder

Cross-Skating.de ist das deutschsprachige Online-Magazin der Cross-Skating Szene. Über alles Wissenswerte rund um den Cross-Skating Sport, um Cross-Skates, um sinnvolles Zubehör und alles, was den Sport sonst noch schöner macht, soll hier in diesem Magazin informiert werden. Bereits seit 2005 lege ich mit meinen Aktivitäten größten Wert auf die Nähe zum Cross-Skating Sportler, fachliche Kompetenz, Offenheit und Aktualität. Falls euch das CROSS-SKATING MAGAZIN gefällt, freue ich mich, wenn ihr es weiterempfehlt.

Euer Frank Röder

Klaus-Dieter Schulz, seit 1969 im Rollski-Sport aktiv und damit nicht nur einer der Pioniere dieser Sportart, sondern auch ein ganz heißer Weltrekord-Rekordjäger.

Mit diesem Interview mit Rollski- und Skilanglauf Weltrekordler Klaus-Dieter Schulz (70) setzen wir unsere Reihe “Gesichter des Cross-Skating” fort. Wir möchten dadurch die vielen Gesichter des Cross-Skating Sports zeigen. Klaus-Dieter Schulz ist auch heute noch gelegentlich auf Skirollern und mit Cross-Skates aktiv.

F.R.: Klaus-Dieter du hast zwischen 1978 und 1987 einige Rollski und Skilanglauf-Weltrekorde aufgestellt und danach bis Mitte der 90er Jahre zahlreiche Meistertitel in diesen Sportarten errungen. Konnte man den Sport damals professionell betreiben?

K-D.S.: Nein, ich hatte meinen Beruf bei der Bank und musste mich nach Bedarf freistellen lassen. Er gab kaum Preise zu gewinnen, wenn überhaupt Preisgelder, dann vielleicht einmal 50 D-Mark. Aber Sachpreise waren mit lieber und teilweise haben mir auch meine Sponsoren das Material zur Verfügung gestellt. Aber mit dem Sport konnte ich eigentlich kein Geld verdienen und darauf kam es mir auch gar nicht an.

F.R.: Wie hoch war der Zeitaufwand für das Training?

K-D.S.: Das normale Training waren etwa eineinhalb Stunden jeden Tag, also etwa 30 Kilometer Trainingsdistanz. Für besondere Ziele, wie die Weltrekorde, habe ich dann auch schon einmal eine 15-Stunden-Trainingseinheit gemacht, um mich an die extrem langen Belastungen zu zu gewöhnen.

F.R.: Wenn ich mir die absolvierten Distanzen anschaue, über 250 km im Skilanglauf und bis zu 426 km auf Rollskiern, bei einer Dauer von 21 bis 25 Stunden, da erscheint das natürlich sehr sinnvoll. Welche Probleme sind dabei aufgetreten?

K-D.S.: Hauptsächlich durch das Material bedingt, das damals noch nicht so gut war wie heute. Bevor es knöchelhohe Schuhe gab, hatte ich starke Problem mit den Füßen und natürlich gab es auch dicke Blasen an den Händen.

F.R.: Das kann ich mir gut vorstellen. Und die Verpflegung, zum Beispiel beim 24.Stunden Rekord 1984, wie lief das ab?

K-D.S.: Das war gar kein Problem, wir haben das auf einer Runde in Bad Vilbel gemacht, kaum länger als 600 Meter und mit über 100 Helfern war ich immer gut versorgt. Die Runden habe ich dann sekundengenau absolviert, darauf konnten sich die Helfer gut einstellen. Das war als 400 km-Rekord geplant und als das erledigt war bin ich im gleichen Rhythmus noch 90 Minuten weiter gerollt und habe noch den 24-Stunden Rekord eingestellt.

F.R.: Etwas über 426 Kilometer auf über 600 Runden, das finde ich sehr beeindruckend. Aber drei Jahre später kam noch ein 12-Stunderekord von dir, 265 km, also schneller als 22 km/h. Kein Wunder, dass du dir damals auch mit Mark Kirchner und Frank Luck beim Skilanglauf knappe Rennen geliefert hast. Dazu warst du ja auch noch in anderen Sportarten erfolgreich.

Die Liste der Erfolge ist noch viel länger als hier gezeigt. So kann ein Leben für und mit dem Sport aussehen - beeindruckend!

K-D.S.: Ja, eigentlich komme ich vom Abfahrts-Skilaufen, das ich mit drei Jahren begonnen habe. Dann kamen der Skilanglauf und der Rollskilauf dazu und auch Grasskilauf, Jöring, Laufen und Biathlon.
(Die passenden Pokale dazu standen hinter Klaus-Dieter Schulz im Regal)

F.R.: Du hast auch viele Jahre lang Kurse gegeben. War das auch ein Bedürfnis von dir?

K-D.S.: Ja, zum Beispiel Kurse für den Hundeschlittensport, ich wollte meine Erfahrung gerne weiter geben.

F.R.: Hast du auch einmal am Wasa-Lauf teilgenommen?

K-D.S.: Nein, aber zweimal Finnlandia, der damals größer als der Wasa-Lauf war und über 75 km ging.

F.R.: Du bist ja viel herum gekommen durch der Ausdauersport. Manche Sport Anfänger denken vielleicht, etwas Vergleichbares nie zu schaffen. Welche Tipps kannst du Einsteigern geben, wenn sie es mit einer Sportart ernst meinen?

K-D.S.: Unbedingt eine gute technische Grundausbildung mit den Sportgeräten absolvieren, damit sie mit den Sportgeräten vertraut werden und auch danach immer noch viel üben. Das machen die Profis ja auch. Ganz wichtig ist es auch Schutzkleidung zu tragen, damit man sich nicht mehr als nötig verletzt, wenn es einmal schief geht.

F.R.: Die Erfahrungen weiter geben, das tut ihr ja auch bei eurem Training jeden Dienstag hier im Rhein-Main Gebiet. Wo genau findet das statt? Wenn kann man kontaktieren, wenn man Interesse hat?

Wenn es die Gesundheit zulässt, immer noch aktiv: Klaus-Dieter Schulz vor seiner Trophäensammlung.

K-D.S.: Ja, jeder Interessierte kann sich gern mit uns in Verbindung setzen. Wir treffen uns während der Sommerzeit immer Dienstags um 18 Uhr am Kronenhof zum Training und kehren danach dort oft noch ein. Ansprechpartner für den Trainingstreff ist Bernhard Döring, SC Kelkheim, Tel.: O69 – 51 53 95,  bernharddoering[ÄT]t-online.de.

F.R.: Ich habe dich jetzt aktuell auf der Anmeldeliste für Cross-Skater beim “Lauf gegen das Vergessen” am 3. Oktober gesehen.

K-D.S.: Ja, da möchte ich mich einmal blicken lassen und rolle eine Runde auf Cross-Skates mit.

F.R.: Dann freue ich mich schon, dass wir uns spätestens dort wieder sehen werden. Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft und bedanke mich für das hochinteressante Interview.

Weitere Interview-Partner sind uns willkommen. Es müssten keine Weltrekordler sein, wir befragen gerne alle, die mit Cross-Skating zu tun haben und dem Sport ein Gesicht geben.

Sleep – Eat – Skate – Repeat!

von Frank Röder am 17. Juli 2016

Hier ein schönes Langstreckentraining von “Peter Skater” unseren Gast-Autor im Magazin. So schön (schnell!) kann Langstreckentraining sein.

So ungefähr ist ein Teil meines Tages heute (16.07.16) abgelaufen. Erst mal schön ausschlafen, anschließend lecker frühstücken und dann cross skaten und zwar immer wieder die gleiche Runde…

Immer noch inspiriert durch das „Projekt: 60 km und Marathon für alle“ habe ich meine eigene Version vervollständigt. Nach dem Abschnitt 4×40 und auch motiviert durch die
Kommentare, die es dazu gab, bin ich nun die 60 km angegangen, aber nur 1x. Ich skate gerne und skate immer noch gerne auch längere Strecken.

Frank hatte mich auf die Idee gebracht, die Strecke dafür besonders zu wählen. In Zeilsheim
gibt es eine flache Runde mit gutem bis sehr gutem Asphalt, die an der A66 entlang führt. Eine Seite der Runde ist knapp 3 km lang und dann geht es einmal flach unter der Autobahn durch, auf der anderen Seite wieder knapp 3 km zurück und am Ende durch eine tiefer gelegene Unterführung. Das ist auch die einzige wesentliche Steigung bei der Strecke, wenn es wieder aus der Unterführung raus geht.

Um die 60 km zu erreichen musste ich zehn Runden und noch ein bisschen von der elften Runde rollen. Bei ca. 23 Grad und etwas stärkerem Wind waren die Bedingungen ganz ok. Ich bin die Strecke „rechts herum“ gefahren, so dass ich immer auf der Innenseite war. Dies hat sich im Verlauf auch als gut heraus gestellt, da doch am Samstagvormittag noch mehrere Radfahrer, aber auch hin und wieder ein Auto, oder landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs waren.

Die Herausforderung für mich bei längeren Strecken sehe ich darin, dass ich mit annähernd gleichmäßigem Tempo rolle und wenn möglich am Schluss noch ein bisschen zulegen kann. Also bin ich auch nicht gleich im „Sprint“ los, sondern habe mir einen Rhythmus ausgesucht, der von der Geschwindigkeit gepasst und sich auch gut angefühlt hat. Auf einmal hat der Wind dann doch eine Rolle gespielt. Wie man an den eingeblendeten Zeiten auf dem Bild sehen kann, sind die ersten drei Kilometer mit einem Schnitt von knapp über 20 km/h und die anschließenden drei Kilometer mit einem Schnitt von knapp unter 20 km/h gerollt worden. Das gleiche Muster wiederholt sich alle drei Kilometer. Das lag am Wind!

Der Wind wurde auch im Verlauf etwas stärker und so wurde dann Km 37 als der schnellste, mit ca. 23 km/h und auf der Gegenseite Km 42 mit ca. 17,4 als der langsamste aufgezeichnet. Zwei kurze Trinkpausen (zwei bis max. drei Minuten) habe ich eingelegt, da mangels Organisation meinerseits, keine(r) da war, der Getränke gereicht hat und einer älteren Dame mit einem E-Bike musste ich auf ihre Frage hin leider noch erklären, dass ihr Ziel gar nicht in der Richtung liegt in die sie gefahren ist. Sie wird schon angekommen sein, nach dem sie dann den richtigen Weg wusste.

Die letzten beiden Runden haben sich dann noch heftig angefühlt. Der Gegenwind wurde immer stärker und die Steigung bei der Unterführung immer steiler – zumindest gefühlt. Eigentlich wollte ich ja noch etwas an Geschwindigkeit zulegen, was aber, nach den GPS-Aufzeichnungen nicht geklappt hat, aber wesentlich langsamer bin ich auch nicht geworden. Am Schluss wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 19,5 km/h angegeben, mit der ich für mich wirklich zufrieden bin. Gelegentlich liest man im Internet von höheren Geschwindigkeiten. Okay, das mag dann so sein.

Ich betreibe Cross-Skating als Hobby und das sehr gerne, wenn auch mit (noch) ein paar zu vielen Kilos auf den Rippen. Aber alles ordne ich dem Hobby eben auch nicht unter. Großen Wert lege ich darauf, dass die Aktivitäten „Familien verträglich“ sind. Falls jemand an einer solchen Tour, oder einer ähnlichen Lust haben sollte, kann man mich gerne über das Cross-Skate Forum unter „Peter Skater“ erreichen. Mit einer gewissen Vorlaufzeit und Abstimmung findet sich dann bestimmt eine gemeinsame Gelegenheit.

Gruß,
Peter Skater
Geht raus und skatet!

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“Unboxing Skitires” oder erster Fahreindruck nach dem Kauf

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