Häufige Fragen (FAQ) zum Cross-Skating

Auf Cross-Skates vielseitig trainieren und viel erlebenHier auch ein weiterer Beitrag im Cross-Skating Magazin der recht viele allgemeine Fragen beantworten hilft. Zunächst aber noch: Der Begriff Cross-Skating wurde von Cross-Skating.de bewusst verbreitet und im für offenen Arbeitskreis Cross-Skating weiterentwickelt. Man hat schon sehr früh die deutlichen Alleinstellungsmerkmale der Ganzjahressportart Cross-Skating erkannt und auch die noch deutlicher definierbaren Alleinstellungsmerkmale des Sportgerätes Cross-Skate. Das wurde leider von Personen, die sich gar nicht an dieser sportlich motivierten Entwicklung beteiligen wollten, immer wieder durch die Verflechtung mit den Begriffen „Skiken“ oder der überflüssigen Vorsilbe „Nordic“ (Cross-Skating) versucht aufzuweichen oder es wurde sich diese Vorarbeit  zu eigen gemacht für ein eigenes Produkt oder andere schwer erkannbare Ziele. Jeder kann seine Sportart, ob Skiken oder Nordic-was-auch-immer tun so viel er will, dann aber sich bitte nicht destruktiv oder schmarotzende in die solide ausgebaut Vorarbeit des Cross-Skating Sports einmischen. Man kann alles besprechen, in den jährlichen Entwicklungstreffen für Jedermann, aber ganz bestimmt nicht in Foren oder konspirativen Abstimmungen von Späteinsteigern in diesen Sport, die dann urplötzlich als Pioniere auftreten und der Welt einen „neuen“ Sport vorstellen. Jeder kann daran teilnehmen und gut begründet auch mitbestimmen, aber wer beim Mitbestimmen nicht mitmachen möchte, hat auch nichts zu anzukreiden, wenn wir unseren Sport seriös betreiben wollen.

Cross-Skater wissen, wie die wahren Fans der Nordischen Sportarten, dasss dieses Sport nicht zu den „nordischen“ Sportartengehört (das wäre: Skilanglauf, Skispringen und die Nordische Kombination, sonst nichts!) und vermeiden das Wort nordisch deswegen peinlich genau. Es wäre auch unfair den Nordischen Sportarten, sich die Beliebtheit dieser Sportarten zu eigen zu machen, nur um auf einen besseren Start beim Vermarkten seiner Geschäftidee mit Cross-Skates zu haben. „Nordic Skating“ ist Cross-Skating also schon gar nicht. Nordisch wäre allenfalls der nordische Skialanglauf und auch der verzichtet auf dieses Wort. Cross-Skating hat mit „nordic“ daher rein gar nichts zu tun! Und echte Cross-Skate sind keine Trittbrettfahrer, die sich an dne Ruhm der noridchen Sporter anhängen wollen, dafür hat der Cross-Skating Sport wirklich genug zu bieten.

Auch deswegen beziehen sich hier die Antworten speziell auf die Sportart Cross-Skating und die Sportgeräte Cross-Skates.

Was ist ein (Nordic) Cross-Skate, ein Offroad-Skate oder ein „Skike“?

Die grundsätzlichen Fragen sind natürlich, „Was ist Cross-Skating?“ und „Was ist ein Cross-Skate?“. Ein Cross-Skate ist eine Mischung aus Inline-Skate, Rollski und Roller. Man hört auch manchmal noch den Begiff „Skike“, was aber nur eine Bezeichnung für eine Cross-Skate-Produkt der gleichnamigen Firma ist. „Skiken“ sagt man aber schon lange nicht mehr, wenn man allgemein vom Cross-Skating Sport spricht, sagt man korrekt Cross-Skating, das ist markenneutral und keine Werbung für bestimmte Hersteller. Skiken ist daher eigentlich kein Sport, sondern eine Werbevokabel. Der neutrale Oberbegriff für das verwendete Sportgerät ist offiziell Cross-Skate.und wurde von bestimmten Produktherstellern sogar regelrecht bekämpft. Seit etwa 2010 setzt sich der Begriff aber als neuraler geängiger Begriff durch. Weder der Cross-Skating Sport noch die Cross-Skates wurden von einer Person oder Firma erfunden, die heute noch existieren.
Ebenso gern wird auch noch oft das Wort „Nordic“ vor „Cross-Skate“ gehängt. Das kann man jedoch ersatzlos weglassen, denn diese Sportgeräte sind nicht auf den hohen Norden angewiesen, auch wenn es trendiger klingen mag. Zu den drei (!) nordischen Sportarten gehört der Cross-Skating Sport ohnehin nicht, wird er auch nie und warum sollte er auch? Manche betreiben Cross-Skating in Spanien, Argentinien, Australien oder Simbabwe. Das eigentliche Nordic-Skating ist Schlittschuhlaufen mit Stöcken auf zugefrorenen skandinavischen Seen. Diesen Sport gibt es seit den 1970ern oder vielleicht noch früher, aber er gilt trotzdem nicht als klassisch nordische Sportart!

In den 90er Jahren benutzten auch Inline-Skater Stöcke und verwendeten diesen Begriff ebenfalls, wahr scheinlich in Anlehnung an Nordic-Walking, was ebenfalls keine nordische Sportart ist („nordisch“ heißt nicht „Stock“, man frage das einmal einen Skispringer).

Trotzdem wird der Begriff immer wieder falsch angewendet, vielleicht weil der entsprechende fachliche Hintergrund fehlt. Ein „Skike“ ist immer ein Ding der Firma Skike und Skike hat sich leider nie aktiv an der Entwicklung eines breitensportlichen Cross-Skating Sports beteiligt und hat stattdessen versucht sich die neutral geachsenen und allgemein anerkannten Begriffe für die Werbung zu eigen zu machen. Skiie sind zwar Cross-Skates, aber Cross-Skates sind nicht automatisch „Skikes“. Übrigens hat die Firma Skike den Cross-Skate nicht erfunden, auch wenn dies in unserösen Quallen so stehen mag, diese Quellen wissen es nicht besser. Sie haben den „Skike“ erfunden, Cross-Skates gibt es schon viel viel länger!

Einen Nordic Cross-Skate gibt es eigentlich auch nicht, das wäre wie Nordic Schlittschuhe oder Nordic Langlaufski, nämlich exakt das Gleiche, nur ohne „Nordic“. Ein Offroad-Skate kann jeder Skate sein, mit dem man off-road fahren kann, darunter fallen also, neben Cross-Skates, auch Cross-Inliner und Cross-Skiroller. Cross-Skates haben als Erkennungsmerkmale, Luftreifen, Bremsen, fixierte Fersen am Skate und einen langen Radstand der es zulässt, dass die Schuhe zwischen den Rädern Platz haben. Bei Cross-Inlinern steht man über den Rädern und Cross-Skiroller haben eine Skibundung.

Cross-Skates unterscheidet sich erheblich von den oft verglichenen Sportarten Inline-Skating und Ski-Skaiting. Man hat mehr Jahrezeiten und erheblich mehr Wege zu Ausübung zur Verfügung. Zudem ist die Fahrsicherheit deutlich größer und die Fahrtechnik ist anders. Ein „Trendsport“ ist Cross-Skating ebenso wenig, sondern das genaue Gegenteil, nämlich ein Life-Time-Sport, den man fast lebenslang ausüben kann und auch sollte und eben nicht nur weil ihn ein paar hippe Freaks für wenige Jahre machen.

Seit wann gibt es Cross-Skates? Cross-Skates gibt es seit spätestens 1895, also länger als den Skilanglauf als Sportart. Die Behauptung, Cross-Skates stammen irgendwie von Skirollern oder von Inlinern ab, kann man also getrost als Ammenmärchen vergessen, das wird oft nur geäußert um „Geschichten“ über den Sport erzählen zu können oder sich als Pionier darzustellen. Natürlich ist Cross-Skating auch kein Skilaufen im Sommer (ohne Schnee kann man nicht Skilaufen und auch die Fahrtechnik unsterscheidet sich) , aber Cross-Skating ist ja eine Ganzjahres-Sportart. Als Serienprodukte kamen Cross-Skates in größerer Zahl seit Mitte der 1980er Jahre mit dem Trailskate auf den Markt. Der Bekanntheitsgrad des Sports nimmt aber seitdem nur schleppend zu.

Die Frage „Wer hat Cross-Skates erfunden?“, kann leider nicht mehr eindeutig beantwortet werden. vermutlich war es ein Brite, Belgier oder Franzose, aber auch das ist unsicher. Damals war es notwendig, wegen des schlechten Staßen, Skates von vor herein viel geländetauglicher zu bauen, als es die heutene Radwege zulassen würden. Der erste Skate, der die merkmale eines Cross-Skates (nämlich mit fast exakt der gleichen Geometrie eines Powerslide XC Skeleton) aufweist, wurde zwischen 1885 und 1898 auf den Markt gebracht. Mehr Fakten stehen weiter unten unter „Wann wurde Cross-Skating erfunden?“.

Skiroller können den Cross-Skates zwar sehr ähneln, besonders, wenn sie als „Cross-Skiroller“ (z.B. SRB XRS01 oder Powerslide X-Plorer), die gleiche Bereifung besitzen, das Unterscheidungsmerkmal zu den Cross-Skates ist die Skibindung der Skiroller, die Cross-Skates nicht haben. Wer mit Skirollern allerdings auf wechselndem Untergrund skatet, betreibt aber ebenfalls Cross-Skating Sport. Das bezieht sich dann auf die Sportart, der kleine Unterschied besteht dann in den Sportgeräten. Cross-Skating kann man also mit Cross-Skates oder mit Cross-Skirollern betreiben. Eine Zwitterstellung nehmen Cross-Skates mit Klappmechanik ein, wie der Powerslide Nordic Trainer 2009, der Skike vx Twin oder den Skike V8 Lift oder Multi. Sie sind dann weder Skirroller noch Cross-Skates und erreichen auch weder die gleichen „skiähnlichen“ Fahreigenschaften der Skiroller (die sie diese auch nur zu 50-75 % erreichen) noch die Sicherheit von Cross-Skates. Auch Cross-Inliner (auch „Hybrid-Skates“) ermöglichen, sofern man auch Stöcke verwendet, Cross-Skating ohne im eigentlichen Sinne zu den Cross-Skates zu gehören. Cross-Inliner sind zum Beispiel die SUV-Modelle von Powerslide) oder der Coyote von Rollerblade und zeichnen sich durch jeweils 2 bis 4 relativ große, in einer Reihe angeordnete lufbereifte Räder aus.

Cross-Skates gibt es für eigene Schuhe (bauartverwandt mit Powerslide XC Skeleton, SRB XRS02 / XRS03 / XRS06 / XRS07, Fleet Skates, Trailskates oder Skike) oder Modelle mit fest montierten Schuhen (bauartverwand mit den übrigen Powerslide Cross-Skates und SUV-Skates oder dem Rollerblade Coyote). In den letzten Jahren wurde immer selbstverständlicher der neutrale Begriff Cross-Skates für diese Sportgeräte verwendet und er hat sich inzwischen eindeutig als offizieller Name für diese Art von Sportgeräten durchgesetzt. Wir haben dies von Anfang an gefördert und hatten damit erkennbaren Erfolg.

Wer kann cross-skaten?

Jeder, der gerne Skilanglaufen würde, ist auch höchstwahrscheinlich zum Cross-Skating geeignet. Mit Gelenkprotektoren und Helm wäre sogar der Vorteil des, beim Stürzen angenehmeren, Schnees ausgeglichen, weil man dann „weicher“ fällt. Doch so schnell stürzt man gar nicht beim Cross-Skating. Wem Inline-Skating oder Rollkskilaufen wegen der hohen Geschwindigkeit oder wegen der schwierigen Bremstechnik zu gefährlich ist, sollte unbedingt Cross-Skates ausprobieren, sogar ohne Stöcke ist Cross-Skating (mit Einschränkungen) möglich, aber deutlich langsamer. Sogar „Weicheier“, die beim Wintersport frieren würden, finden in den wärmeren Jahreszeiten mit luftbereiften Cross-Skating großen Spaß am Skating-Sport. Als Ganzjahressport, der noch nicht einmal eine gespurte Piste oder Asphaltbahnen benötigt, ist Cross-Skating aber erheblicher vielseitiger als Skilanglauf, Rollerski-Laufen oder Inline-Skating und vor allem in den meisten Ländern als Ganzjahressport möglich.

Wenn sonst keine körperlichen „Besonderheiten“ vorliegen, kann  im Prinzip, beinahe jeder zum Cross-Skater werden. Im Groß-Gerauer Cross-Skate-Shop waren bespielsweise bisher Teilnehmer zwischen 7 und 84 Jahren in den Cross-Skating Grundkursen. Sportliches Untalent ist allerdings kein K.O.-Kriterium, sondern eine Herausforderung für jeden guten Trainer. Wahrscheinlich können deutlich mehr als 80 % der Gesamtbevölkerung diesen Sport bei guter Einweisung und sinnvollem Trainingsaufbau, dauerhaft und mit hohem Gewinn an Lebensqualität durchführen , aber natürlich nicht jeder, wie die Werbung leider manchmal behauptet. Oft sind es sogar gerade die ReHa-Patienten, die am meisten von den Vorteilen des Cross-Skating profitieren, aber es sollten, wie eigentlich immer, die persönlichen Besonderheiten jeder Person berücksichtigt werden.
Diese persönlichen Besonderheiten kann man im womöglich negativsten Fall als Einschränkungen betrachten, die dann auch zu K.O.-Kriterien werden können. Beispiele für etwas ungünstigere Startvoraussetzungen, die aber nicht in jedem Fall das erfolgreiche Erlernen und Ausüben des Cross-Skating Sports verhindern, wären:

  • Sinnesstörungen in den Bereichen Gleichgewicht und räumliches Sehen, Cross-Skating mit Sehschwächen ist bei guter Schulung meist dennoch möglich. Seit 2014 berät das Team das Cross-Skating Magazins einen begeisterten Cross-Skating Sportler mit einem Restsehvermögen von 5 %.
  • Koordinationstörungen und Anfallsleiden. Manchmal bleiben nach Verletzungen oder Schlaganfällen, bis dahin auch unbekannte Koordinationsstörungen zurück, die sich auf Cross-Skates fast wie Behinderungen auswirken können (sie sind oft therapierbar). Projekte zur Koodinationsschulung sind seit 2006 belegt und liegen uns vor.
  • Zu geringes Alter. Erst zwischen etwa 7 und 9 Jahren wird die (nicht vorgeschulte) kindliche Koordination genügend für Ganzkörperkoordinations-Sportarten ausgebildet. Sportliche Kinder können ab etwa 9 bis 10 Jahren mit dem Cross-Skating Sport beginnen. Wichtig ist dann die Auswahl leichter Cross-Skates deutlich unter 2,0 kg Gewicht. Dies wurde in Einzeltrainings, Projektstudien und Schulprojekten von Frank Röder ermittelt.
  • Extremes Übergewicht, denn damit wird es fast unmöglich die notwendige Grundhaltung, mit leicht gebeugten Knien, über mehrere Minuten sicher durchzuhalten. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, es scheint manchmal mehr eine Frage der richtigen Heransgehensweise zu sein.
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche), starker Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen, denn dieser Sport ist eindeutig stark kreislaufbelastend. Für die erreichbare recht hohe Herz-Kreislauf Belastung ist Cross-Skating zwar immer noch erstaunlich schonend, aber es muss trotzdem in diesen Fällen vom Arzt grünes Licht für die Aufnahme eines Trainings gegeben werden.

Wir werden hier niemals pauschal behaupten, der Cross-Skating Sport sei „gesund“, denn das muss nicht immer der Fall sein (was ist das schon?) und im Hinblick auf das Verbot gesundheitlichen Aussagen in der Werbung, wäre dies auch ungesetzlich. Wir beschreiben nur, ganz seriös, die uns bekannten und nachweislichen Wirkungen.

Wie sicher ist Cross-Skating?

Sehr sicher, denn Cross-Skates besitzen sehr wirksame Bremsen und der lange Radstand der Cross-Skates macht einen Überschlag viel unwahrscheinlicher als zum Beispiel beim Inlineskating. Besonders die wirksamen Wadenbremsen sind mit anderen Sportgeräten überhaupt nicht vergleichbar, was Reaktionsschnelligkeit, Bremswirkung, Fahrstabilität beim Bremsen, schnelles Erlernen des Bremsens und die Erweiterung der fahrtechnischen Möglichkeiten betrifft. Zudem rollen die Luftreifen erschütterungsärmer über den Boden und haben eine unglaubliche Haftung und Spurhaltung. Man kann Cross-Skating unter diesen Gesichtspunkt überhaupt nicht mit Skilanglauf oder Inlineskating vergleichen, das wäre eine zu oberflächliche Vereinfachung. Trotz der großen Sicherheitsvorteile werden ein Helm, Handschuhe und Gelenkprotektoren empfohlen. Lesen Sie hier im Cross-Skating Magazin auch unsere Artikel eines stark sehbehinderten Cross-Skaters, der auch mit einem minimalen Sehrest gut mit seinen Cross-Skates zurecht kommt.

Soll man sich Tipps aus Foren über Cross-Skating holen?

Das kommt ganz darauf an und zwar darauf mit wem man es zu tun hat und das weiß man in Foren leider nie. Wir haben selbst äußerst schlechte Erfahrungen mit einem Forum gemacht, das von verschiedenen Interessenten als Einflussplattform genutzt wird. Wir haben deswegen selbst ein Forum gegründet , das wir – so viel Selbstkritik muss sein – trotzdem nur bedingt empfehlen können, weil wir nicht ausschließen können, dass sich der eine oder andere Unseriöse in unser Forum einschleicht. Versuchen Sie immer herauszufinden, wie seriös die Person ist, die in einem Forum Ratschläge gibt, unerheblich ist dabei, wie viele Beiträge die Person geschrieben hat (manche schreiben hundertmal Unsinn), wie lange die Person im Forum ist, wie viele Links in der Signatur erscheinen (ist oft nur Werbung). Sogar Moderator/innen können total unlautere Motvie haben, diesen Job zu machen. Absolute K.O.-Kriterien sind aber ultimative Tipps, wenn die Person noch keine 20 bis 50 seriösen Beiträge geschrieben hat. Das ist dann fast immer eine billige Eigenwerbung. Natürlich ist 500 mal Unsinn schreiben auch kein Garant für Seriosität oder Kompetenz. Auch „kumpelhaftes“ Verhalten sollte nicht zu sehr beeindrucken (manche leben nur im Web).

Wo kann man cross-skaten?

Pauschal kann man sagen überall, wo man sich mit dem Tourenrad noch wohlfühlen würde, es kommt aber ganz erheblich auf das Fahrkönnen und die körperliche Kondition an. Wenn ein Radweg endet und ein kurzer Abschnitt auf festem Naturboden gefahren werden muss, machen die Cross-Skates nicht gleich schlapp. Auf griffigen Waldwegen spürt man am deutlichsten den Unterschied zu Roll-Skiern / Skirollern oder Inline-Skates, denn dort macht cross-skaten wirklich riesigen Spaß. Könner trauen sich auch auf Schotter und weicheren Naturböden zu cross-skaten. Schaut einmal in die folgenden Tabelle in der die Fahreigenschaften von Cross-Skates mit 32 mm breiter Bereifung auf verschiedenen Böden beurteilt wurde.
Die Bezeichnung „Cross“ ist oft etwas irritierend und soll nur ausdrücken, dass man nicht zwangsläufig auf feste Straßen angewiesen ist, also auch „off-road“ fahren kann, was aber nicht gleich „querfeldein“ bedeutet. „Cross“ steht auch für das Cross-Training, das durch die vielfältigen Bewegungsabläufe (etwa 2 bis 3 mal so viele wie beim Ski-Skating) auch einen enormen Trainingseffekt für das Gehirn darstellt.

 Stand: 2014 Skating Beine Stockeinsatz Arme ø Note
(max. 10)
rauer Asphalt 9 8 8,5
rauer Asphalt, nass 8,5 8 8,3
glatter Asphalt 10 7 8,5
glatter Asphalt, nass 8 7 7,5
rauer Beton 8 6 7
glatter Beton 10 5 7,5
Feinschotterwege 8 10 9
Grobschotterwege 4 8 6
harter Naturboden 8,5 10 9,3
gefrorener Naturboden 9 10 9,5
weicher Naturboden 5 9 7
harter Sandboden 6 9 7,5
Schlackeplatz 8 10 9
Tartanbahn* 10 10 10
PVC-Boden (Halle)** 8 2 5
dünner Schnee*** 6 7,5 6,8

* auf Tartanbelag ist die Haftung zwar gut, aber der Rollwiderstand extrem hoch (= langsam), die Benutzung von Metallspitzen in dort aber fast immer verboten (Platzwart fragen)
** auf PVC-Hallen-Böden sind Stockeinsatz und Bremsspuren problematisch (selbst mit weißen Reifen)
*** man kann nur auf Neuschnee mit festem Untergrund fahren, festgetretene Schneedecken sind zu unregelmäßig zum Fahren

Cross-Skates mit 7- oder 8-Zoll-Rädern oder breiteren Reifen reagieren noch etwas toleranter auf rauen Boden und bei Off-road-Fahrten.

Leider wird manchmal behauptet, man könne mit Cross-Skates im Gelände so weit kommen, wie mit dem Mountainbike, aber das ist wegen der deutlich kleineren Räder und Fahrtechnik unmöglich. Auch die nachgesagte Eigenschaft „voll geländetauglich“ ist bei Cross-Skates natürlich völliger Unsinn. Noch extremere unseriöse Werbung spricht von „vollkommener Geländefähigkeit“, „uneingeschränkter Geländetauigklichkeit“ und einem Sportgerät das man „überall fahren“ könne. Das ist natürlich inkompetenter Blödsinn, denn wir sind keine Bergsteiger!

Sporteinsteiger, Wanderer oder Umsteiger vom Nordic-Walking können sich freuen mit Cross-Skates ihren Aktionsradius zu erweitern, weil sie schneller vorankommen als zu Fuß. Läufer und Mountainbiker können sich ebenfalls freuen, weil sie zumindest die leichteren ihrer geliebten Naturwege ebenfalls mit Cross-Skates nutzen können.

Natürlich stellt sich die Frage, kann ich mit den Cross-Skates im Wald fahren? Das muss allerdings für blutige Anfänger so gut wie verneint werden. Fast niemand kann bei seinen ersten Versuchen auf Cross-Skates gleich auf schwierigem Boden fahren und sich dabei wohl fühlen, geschweige denn sicher oder ausdauernd fahren. Und dann kann man auch kaum abseits von festen Weg fahren, Asphalt und Beton braucht man zwar nicht zwangsläufig, aber tiefer Sand oder loser Grobschotter gehen mit Cross-Skates nicht. Unter Fachleuten spricht man davon, dass sich die Geländeeinflüsse etwa drei- bis fünfmal so stark auf das Fahrverhalten des Cross-Skates auswirken, als bei einem Mountainbike. Welcher unroutinierte Radfahrer würde sich mit dem MTB gleich zu Anfang in ein Off-Road-Gelände von höchstem Schwierigkeitsgrad wagen, nur weil er ein Mountain-Bike fährt? Etwa so schwer empfindet es nämlich ein Anfänger, bei seinem ersten Ausflug abseits fester Straßen, sowohl fahrtechnisch, als auch von der Anstrengung her. Und das gilt bereits für recht harmlos aussehende Wald- und Parkwege.
Das Sportgerät tut es also nicht von selbst, weil es kein Fahrzeug mit immer gleichen Eigenschaften ist. Der Fahrer trägt immer einen erheblichen Anteil dazu bei, wie sicher seine Cross-Skates rollen und wie geländetauglich sie letzten Endes sind. Mit Sportarten wie Nordic-Walking oder leichtem Skiwandern darf Cross-Skating abseits fester Wege gar nicht vergleichen werden. Passender ist dann schon der Vergleich mit Sportarten, wie Slacklining, Abfahrtsskilaufen, Surfen, Turmspringen, da bei diesen Sportarten einleuchtet, dass es das Sportgerät nichts von alleine richtig macht. Man muss und kann es aber lernen und das sogar recht schnell.

 

Was braucht man alles um besser durch zu kommen?

Lernen muss man Cross-Skatings unbedingt, die Fahrtechnik entscheidet zu 60 bis 80 % über das Vorankommen und sie gleicht nicht dem inline-Skaten oder Skilanglauf. Viel technische Zusatzausrüstung braucht man allerdings nicht, um besser „cross“ zu fahren, sie kann sogar hinderlich sein. Denn es gab schon einige technische Sackgassen bei den Cross-Skates die Probleme durch Aufrüstung lösen sollten, aber es eigentlich nur schwerer machten. Wir kennen folgende Flopps…

  • Scheibenbremsen: Gute Idee, aber empfidlich und sehr teuer.
  • Zu viel Bodenfreiheit: Macht Cross-Skates intabil und mehr als 4 cm braucht man nicht.
  • Zu weiche Bremsaufhängungen: Machen Bremsen undosierbar.
  • Stollenreifen: Erhöhen den Rollwiderstand und verbesser den Grip weinger als simple Längsrillen-Reifen
  • Klappmechanismen: Entefernen den Fuß in wichtigem Phasen vom Skate und führen denn zu mehr Stürzen
  • Allradbremse: Die Garantie so richtig über’s Vorderrad zu fliegen. Der Schwerpunkt ist zu hoch für diese überflüssige und teure Idee.
  • Handbremsen: Werden nicht rechtzeitig erreicht, wenn man hinter überfallt. Wadenbremen sind die sinvvolst Technik
  • Zu kurze Skates: Der Radtand sollte mindestens so lang wie die Körpergröße geteilt durch 3,3 sein, wenn man Crossfahren möchte
  • Vernietungen statt Verschraubungen: Damit gibt es früher oder später immer Ärger.
  • Rücklaufsperren: Für die Skating-Technik absolut überflüssig, wie Steigwachs auf Skating-Skiern.

Man darf wohl vermuten, dass hier viel Überflüssiges an den Mann und die Frau gebracht werden sollte. Viel  hängt also an der Fahrtechnik und dem Trainingszustand des Cross-Skaters. Der Rest von rund 30 % kann mit gut abgestimmten Cross-Skates beeinflusst werden, aber nicht alles und auch nicht unbedingt mit „High-Tec“.

Welche Bauarten von Cross-Skates gibt es uns wie werden sie eingesetzt?

Cross-Skates sind für die Skating Technik mit Stöcken auf festen und mitunter weiniger festen Böden ausgelegt. Sie sollen ein gutess Durchkommen und maximale Fahrsicherheit auch auf diesen Böden bieten. Deswegen bieten sie Bremsen, möglist zwei, eine ist oft zu wenig, vier gebremste Räder peo Paar sind wiederum übetrieben und soger gefährlich (Bremsung der Vorderräder führt bei diesem hohem Schwerpunkt zum Überschlag). Für bestmögliche Kontrolle sind die Füße am Skate, auch an dern Fersen, fest angebunden. Eine frei bewegliche Ferse bieten nur Skiroller (das sind keine Cross-Skates) oder undefinierte Zwitter-Konstuktionen, die weder Cross-Skating nicht Roll-Skiing optimal erlauben. Cross-Skting geht aber auch mit diesen Konstruktionen, diese sind nur keine Cross-Skates. Zu den Cross-Skates gehören die „klasssichen“ Cross-Skates mit 125 bis 155 mm Hochdruckbereifung aber auch die „Crusiser“ mit bis zu 205 mm großen Hochdruckreifen. Die so genannten „Fat-Tire-Skates“ (nicht Fat-Skates, wie selten irrtümlich behaupten, denn sie enthalten nicht viel Fett) haben Niederdruck- bis Mitteldruck-Reifen von 40 bis 50 mm Breiten und 150 bis 200 mm Raddurchmesser und gehören ebenfalls zu den Cross-Skates. Cross-Inliner mit drei oder mehr Rädern hintereinander gehören schon nicht mehr zu den Cross-Skates, denn sie ermöglichen druch die große Standhöhe nur sehr improvisiert den cross-skating-typischen Stockeinsatz. Mit Kunststoffrollen oder Vollgummirollen ist ein Skate ebenfalls kein Cross-Skate mehr. Auch Nordic-Blades /Nordic-Skates (so hat die Firma Skike ihre Skates genannt, bevor ebenfalls auch den Begriff „Cross-Skate“ aufgespriungen ist) sind ebenfalls keine Cross-Skates und Cross-Skating gänzlich unggeigent und auch von Fahrstil sehr weit von Cross-Skating entfernt.

Kann man mit Cross-Skates „ski-ähnlich“ laufen?

Definitiv nein! Die Cross-Skating Bewegung ähnelt zwar, oberflächlich betrachtet, dem Skiskating, aber die Skatefühung, Gewichtsverlagerung, das Timing und noch einige andere Faktoren unterscheiden sich im Detail mitunter erheblich. Für Cross-Skater die 2000 bis 5000 km im Jahr skaten ist das aber angesichts möglicher 0 bis 300 km auf Skiken jedes Jahr kein Grund zur Trauer oder sogar ihre Hauspprtart in Richtung Skilanglauf zu „verbiegen. Das tut man nämlich, wenn man Schuh-Klappsysteme oder Rücklaufsperren einbaut. Diese sind nämlich auch nicht „ski-ähnlich“ und gaukeln es nur als Verkaufsargument für diese Zusatzkosten vor. Schneegefühl kann man auf Rollen (auch nicht mit Skirollern) ebenso wenig erlernen, wie man mit Langlauf-Skiern das typische Bodengefühl der Cross-Skates erlernen kann.

Wie lange braucht man um Cross-Skating zu lernen?

Unseriöse Kursanbieter werben mit festen Stundenzahlen, in denen man es angeblich erlernt, was didaktisch gesehen absoluter Unsinn ist. Das ist aber natürlich individuell sehr verschieden. Manche glauben, dass Vorkenntnisse in anderen Sportarten große Vorteile bringen. Dem ist aber nicht immer so, da einige Grundlagen komplett neu erlernt werden müssen und manche „unflexible“ Gehirne, dann sogar die Bewegungsmuster der bekannten Sportart mit dem neuen Cross-Skating Sport verwechseln können, was mitunter gefährlich werden kann. Ein „ahnungsloser“, aber aufgeschlossener Kopf kann etwa ebenso schnell cross-Skaten lernen, wie mancher, der „das ja schon vom Inlineskating kennt“ oder „ja schon Skilanglaufen kann“ (dem ist nämlich zum großen Teil nicht so). Lernen muss man den Sport also ohnehin ganz neu. Nach 3 bis 10 Stunden Übungszeit hat man oft schon eine gewisse Grundsicherheit erlangt und kann sich dann recht sicher in der Öffentlichkeit bewegen. Wichtig ist es, nicht zu lange zu üben.

Wer schon nach mehreren Sekunden, maximal mehreren Minuten kurz pausiert, bekommt auf diese Weise konzentrierte Übungseinheiten von 30 bis 60 Minuten Dauer hin. Länger hat anfangs kaum Sinn. Dabei gehört es gar nicht zwangsläufig dazu, dass man stürzt. Es kann passieren, aber mache „Anfänger“ überstehen ihr erstes Jahr komplett sturzfrei. So ist man leichter motiviert weiter zu machen. Auch wenn man in der Lage wäre, beim dritten Mal schon 30 Minuten oder länger durchzufahren, sollte man sich zu kurzen Pausen zwingen, damit alles möglichst korrekt geübt wird. Also zum Beginn keine großen Strecken, lange Zeitdauer oder längere „Runden“ vornehmen (Runden ja, wenn sie kurz sind) sondern Anfangs nur eine bestimmte Zeit auf einem ebenen asphaltierten Platz oder Wegüben. Je mehr man sich daran hält, desto schneller lernt man cross-skaten. Off-road fahren ist dann eine weitere Schwierigkeitsstufe, die man ähnlich systematisch in kleinen Portionen erlernen sollte.
Werbewirksame „Garantien“ die von manchen Kursanbietern gegeben werden, wie „Cross-Skaten lernen in X Stunden“, sind unseriös und sollten regelmäßig „eingelöst“ werden, indem das Geld zurück verlangt wird.

Kann ich dafür nicht meine Inline-Skates nehmen?

Auf gutem Asphalt kann man mit Inlinern und Stöcken eine dem Cross-Skating ähnliche Sportart erlernen, man spricht dann vom Nordic-Blading oder ganz ungenau vom Nordic Skating, aber dabei verzichtet man auf den erheblich höheren Komfort, den ausgeprägteren Trainingseffekt und die größere Sicherheit des Cross-Skating. Die Belastung für den Oberkörper und die Rumpfmuskulatur ist ganz erheblich geringer als beim Cross-Skating. Und Cross-Skating ist das ja auch nicht! Bedenken muss man, dass Inliner recht schnell sind und kaum gebremst. Außerdem muss man bereits gut Inlineskaten können, bevor man auch noch Stöcke dazu nehmen sollte. Wer keine oder nur geringe Erfahrung auf Inlinern hat, wird vom relativ leichten Erlernen der Cross-Skating-Technik begeistert sein, wenn er den Direkteinsteig „wagt“. Und ganz ehrlich: Off-road kann man Inliner und auch normale Rollski vergessen! Darüber hinaus erfordert es eine deutlich andere Skatetechnik einen Cross-Skate off-road zu bewegen. Das Einsatzgebiet von Cross-Skates ist um ein Vielfaches größer! Cross-Skater betrachten Nordic-Blading (oder Nordic-Skating) als weniger effiziente und etwas gefährliche Sportart mit eingeschränktem Einsatzgebiet. Nordic-Blading ist im Vergleich zum Cross-Skating, wie sportliches Crosslaufen zum flotten Spazierengehen, wobei Cross-Skating mit Cross-Skates außerdem gleichzeitig noch erheblich weniger Sturzgefahr mit sich bringt und auf erheblich mehr Wegen und viel länger im Jahr (bis 12 Monate) möglich ist. Lassen Sie Inline-Skates mit Stöcken und „Nordic-Blading“ sein, wenn sie mehr für sich und ihr Training tun wollen und mehr Abwechslung suchen!

Wann wurde Cross-Skating erfunden?

Vor etwa 120 Jahren! Wir haben einen Cross-Skate recherchieren können, der schon im Jahre 1895 in Kleinserie gebaut wurde und von Äußeren her weitgehend dem Powerslide Skeleton des Baujahres 2013 entspricht! Die ersten Cross-Skates wurden somit mindestens 30 Jahre vor den ersten Skirollern gebaut und haben sich unabhängig von den Skirollern entwickelt. Der Zweck war schon damit, nicht das Skilaufen zu simulieren, sondern auch auf schlechteren Wegen, sicher voranzukommen. Schon Vor 1900 gab also Skates mit je zwei großen gummibereiften Rädern. Auch so etwas wie Wadenstützen oder halbfeste montierte Schuhe waren schon vorhanden.

Die erste Wadenbremse an Skates dieser Bauart wurde bereits 1908 in Deutschland patentiert. Diese Entwicklung fand nicht statt, um das Skilanglaufen zu ersetzen, sondern um den aufkommenden Rollschuhen einen größeren Aktionsraduis, mehr Komfort und mehr Sicherheit zu verleihen, es war eine vollständig eigenständige Entwicklung. Aus dem Inliner-Sport hat sich der Cross-Skating Sport jedenfalls eindeutig nicht entwickelt, den gab es damals so noch nicht. Exakt das gleiche Motiv, wie während der viel späteren ersten Renaissance der Cross-Skates in den 1980er und 90er-Jahren. Oft gelesene „Abstammungsgeschichten“, die aussagen Cross-Skating stamme aus einem bestimmten Land, von einer bestimmten Person, es habe ein festes „Geburtsjahr“ oder stamme dem Inlineskating oder Skilanglauf ab, sind nachweislich völlig falsch. Cross-Skates gibt es schon sehr lange ohne heute noch einen genauen Ursprung bestimmen zu können und diese kuriose „Abstammungslehre“ soll vielleicht nur dazu dienen die autonome und sehr vollwertige Sportart, wesentlich einseitigeren Sportarten, wie Inlineskating (nicht off-road möglich und kein Ganzkörpersport!) oder Skilaufen (reiner Saison-/Wintersport und teurer!) „unterzuordnen“ oder um es einfach nur besser zu wissen oder sich selbst als Pionier der Sportart auszugeben.

Berge sind mit Cross-Skates gut zu bewältigenDie echten Pioniere leben leider alle nicht mehr. Wir wissen nur, dass man die Abstammung nicht mehr genau kennt. Dabei ist es unmöglich Cross-Skating zu einer der angedichteten Abstammungs-Sportarten noch schnell hinzuzunehmen (bevor einem womöglich dieser „Trend“ entgeht?), dafür ist Cross-Skating zu komplex und zu anspruchsvoll. Das wissen fähige Cross-Skate Konstrukteure, gute Cross-Skating Trainer und erfahrene Cross-Skating Sportler. Auch die überflüssige, dem Cross-Skaitng oft vorangestellte Floskel „Nordic“ sollte man sich völlig sparen – sie war anno dazumal noch gar nicht erfunden und ist auch völlig sinnlos, denn diesen Sport rechnet man selbstverständlich nicht den drei Nordischen Sportarten! Das weiß jeder engagierte Sportler und auch jeder aufmerksame TV-Zuschauer. Cross-Skating oder Off-Road-Skating ist auch kein Trendsport, stammt nicht aus Finnland und hat mit „nordic“ eigentlich gar nichts zu tun, es sind eigentlich fast schon Inkompetenz-Indizien, wenn jemand auch nur davon spricht.

Stimmt es, dass man Cross-Skates mit Langlauf-Skiern vergleichen kann?

Man kann schon, aber der Vergleich hinkt teilweise enorm. Für Cross-Skater ist Skilanglauf eine sportartfremde Aktivität, wenn auch verwandt. Aus Gründen der Verkaufsförderung wird der Vergleich immer wieder leichtfertig von ahnungslosen Verkäufern herangezogen. Andere, meist „Trainer“, wagen die unmittelbare Gegenüberstellung, dass der Inline-Skates dem Schlittschuh nachempfunden wurde und daher der Cross-Skate folgerichtig dem Langlaufski entsprechen müsse. Ein fataler Irrtum, der eigentlich auf mangelnde praktische Erfahrung in den Details hinweist! Cross-Skates sind Sportgeräte mit klaren Alleinstellungsmerkmalen, die weit über die Eigenschaften von Inlinern oder Langlaufskiern hinaus gehen. Lediglich der Vergleich von Skirollern mit Langlaufskiern ist legitim, da diese speziell zur Simulation des Skilaufs entwickelt wurden. Cross-Skates sind aber vielseitiger. Als Ganzkörper-Sportgeräte sind sie fast das ganze Jahr einsetzbar und die speziellen Rolleigenschaften, das Cross-Gelände, die Abmessungen und die Bremse der Cross-Skates erfordern eine ganz eigene Fahrtechnik, die aber jedem Skilangläufer zu Gute kommen dürfte, denn im Cross-Skating Sport können mit allen Variationen mehr als 30 Fahrstil-Variationen umgesetzt werden. Cross-Skating ist somit praktisch der Zehnkampf unter den Ganzkörper-Sportarten. So viele Bewegungs-Varianten stehen in keinem Ski-Lehrbuch, wohl aber im Lehrbuch des Deutschen Cross-Skating Verbandes! Somit ist Cross-Skating eine lebenslange Herausforderung für jeden anspruchsvollen Sportler und besonders für kompetente Trainer. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anwendungsbereiche von nur 17 der gut 30 möglichen Stilvarianten des Cross-Skatings. Damit ist Cross-Skating deutlich veilseitiger als andere „lehrbuch-beschränkte“ Skating-Sportarten, wie auch das Ski-Skating.

Wie ist die Umstellung auf Cross-Skates für Langläufer und Rollskiläufer?

Cross-Skating ist eine ideale Vorbereitung auf die Winter-Skisaison. Wer sonst klassisch läuft und zusätzlich gern skaten möchte, kann sich auf Cross-Skates schon Monate lang auf die neue Wintersaison vorbereiten, bevor im Winter wertvolle Urlaubstage dafür herhalten müssen. Routinierte Ski-Skater brauchen sich kaum umzustellen und Rollskifahrer werden vom Komfort, der Haftung und der absolut realistischen Geschwindigkeit begeistert sein (Cross-Skates brauchen im Gegensatz zu Rollskiern keine Dauerbremse). Skating mit Stöcken wird auf  festen Boden generell als Nordic-Skating bezeichnet, egal ob mit Inlinern, Rollskiern oder Cross-Skates. Offroad geht es teilweise auch mit Cross-Skirollern, aber besser mit Cross-Skates.

Die Lauf-Technik ist nicht ganz exakt die gleiche wie auf Skiern, ist aber in der Grundtechnik noch sehr sehr ähnlich. Wer sich noch zu den Anfängern zählt, kann nach einer kurzen Gewöhnung an Cross-Skates bestätigen: Auf Langlaufskiern und Schnee tut man sich beim Skating-Schritt (Schlittschuhschritt) technisch etwas schwerer. Beim Cross-Skating entfällt das Erlernen des Kanteneinsatzes und das Einschätzen des Schnees völlig. Daher kann man sagen: Cross-Skating ist leichter als Skifahren zu erlernen!

Die fortgeschrittenen Techniken im Cross-Skating unterscheiden sich teilweise erheblich vom Skilanglauf und sind mitunter sehr anspruchsvoll. Man lernt im Cross-Skating nie aus und kann sich darauf einstellen seine Cross-Skating Technik auch nach Jahren immer noch perfektionieren zu können. Es wird also nie langweilig.

Wie schnell bin ich auf den Cross-Skates unterweg

Man kann nur schwer allgemeine Angaben zum Tempo machen. Bei flachem Streckenprofil kann man bei männlichen Cross-Skatern (weibliche minus 15 %) etwa von folgendem Dauer-Tempo im Training ausgehen:

Tempo ca. in km/h Anfänger Gute Grundkenntnisse Fortgeschrittene Kenntnisse Routiniers
schneller Asphalt 10 12 16 18
Mix aus 70 % Asphalt + 30 % Cross 8 10,5 15 17
fester Feinschotter 9 14 16
mittlerer Schotter 12 15

Das Traingstempo liegt also oft bei 10 bis 15 km/h bei Frauen und 12 bis 18 km/ bei Männern. In Wettkämpfen werden auf Asphalt zwischen 14 bis 19 km/h (Frauen) und 16 bis 23 km/h (Männer) gefahren. Cross liegt das Tempo zwischen 13 bis 17 bzw. 15 bis 20 km/h. Gelegntliche Angaben, man könnte mit Cross-Skates dauerhaft oder „leicht“ 30 km/h erreichen entstammen einer unbedarften Fantasie. Selbst wenn sich in angeblichen Wettkämpfen Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 26 und 28 km/h errechnen lassen, dann nur weil die Streckenangaben erheblich übetrieben waren. Bei gleichem Leistungseinsatz ist man mit Cross-Skates etwa halb so schnell unterwegs, wie mit einem Fahrrad (im Vergleich zu Inlinern etwa 30 % langsamer). Bei gleichem Tempo ist der Leistungsaufwand auf Cross-Skates etwa dreimal zu hoch, wie beim Radfahren und etwas doppelt so hoch wie auch Inline-Skates. Cross-Skates sind also keine schnellen Sportgeräte, dafür passieren Unfälle auch bei geringerem Tempo. Wer auf Tempo steht, sollte sich ein E-Bike oder schnelles Sportrad kaufen, aber trainert dann natürlich weniger effizient.

Wieviel trainieren Cross-Skater?

Sehr unterschiedlich, was den Umfang in einem Jahr betrifft. Gelegenheits Cross-Skater kommen oft auf einige hundert bis tausend Kilometer im Jahr. Rund tausend sollten es aber sein, um einigermaßen im Training zu bleiben. Die meisten Cross-Skater legen, laut der bisher einzigen Umfrage zu diesem Thema, knapp 2000 km pro Jahr auf Cross-Skates zurück, was als ausreichend für eine gute Trainingsgrundlage gilt. Routinierte Cross-Skater kommen auf 3000 bis 4000 und „Viel-Trainierer auf 5000 bis 6000 km im Jahr.  Das Engagement ist also sehr verschieden. Wer sich als Fachmann – oder Frau im Cross-Skating ausgibt, besonders, wer als Trainer Geld verdient, darf eigentlich nicht weniger als 2000 km im Jahr aufweisen, um noch als glaubwürdig zu gelten. Die Strecken werden von den Cross-Skatern oft per GPS-Uhr, Smartphone-App oder nachträglich auf Online-Karten gemessen. Die einzelnen Trainingseinheiten liegen meist zwischen 6 und 50 km, wobei es durchaus auch kürzer oder länger geht

Ist man auf Cross-Skates schneller oder langsamer als auf Skating-Skiern?

Exakte Untersuchungen stehen noch aus. Aus einer aus Pulswerten hochgerechneten Belastungeinschätzung von einem unserer Redakteure aus dem Jahre 2008, konnte jedoch ein ungefährer Vergleich ermittelt werden. Die Messung bezieht sich auf Renn-Cross-Skates und Renn-Skatingski unter jeweils optimalen Bedingungen. Dabei fällt auf, dass man bei niedrigem Leistungseinsatz (unter 200 Watt) mit Cross-Skates schneller zu sein seit, aber bei höheren Leistungseinsatz (über 250 Watt) die Skating-Ski schneller zu sein scheinen.

Welche Auswirkung hat Cross-Skating auf den Körper?

Wir würden niemals behaupten, dass irgend etwas immer gesund sei, denn jede Wirkung hat immer Nebenwirkungen, oder irgend etwas für jeden sinnvoll sei. Aber in der Praxis haben wir (Cross-Skater, Trainer, Mediziner, Physiotherapeuten u.v.a.m.) viele deutlich positive Wirkungen auf die Gesundheit feststellen können – mit erstaunlich geringen „Nebenwirkungen“. Auf jeden Fall bleiben eine ganze Menge positiver Wirkungen übrig. Cross-Skating belastet den gesamten Körper, beugt also einseitigen Belastungen vor. Zudem kann man seinen Stil unterwegs wechseln, mehr die Arme oder die Beine belasten – die Belastung ist sehr abwechslungsreich. Cross-Skating ist genau genommen noch mehr als Triathlon in einer Sportart und orthopädisch sogar noch vorteilhafter. Man kann „spazieren-cross-skaten“, ganz langsam mit geringer Belastung oder sich als Leistungssportler extrem hoch und trotzdem schonend belasten. Der Cross-Skating Sport hat ein extrem hohes Potenzial als Zusatztraining von Leistungssportlern anderer Sportarten, da durch die schnelle Regeneration das übrige Training kaum gestört wird, aber trotzdem ungewöhnlich hohe Trainingsreize gesetzt werden können.

Was für die Leistungssporter, für den Breitensportler und sogar zur Vorbeugung für jeden Sportler sehr wichtig ist: Cross-Skatiung ist eine symmetrische Sportart (!) die mit dem richtigen Trainingsprogramm muskuläre Dysbalancen kaum aufkommen lässt und sie sogar beseitigen kann. Das ist bei Bewegungssportarten recht selten.

Cross-Skates gehören zu den effizientesten TrainingsgerätenTatsache ist, dass der Energie- und Sauerstoffverbrauch beim Cross-Skating enorm ist, das wurde vom Redaktionsteam über Energieverbrauchsmessungen in den Jahren 2006 und 2009 belegt. Nur beim Skilanglauf wird, laut älteren Angaben in der Literatur, ähnlich viel Energie verbraucht. Diesen Angaben liegt aber noch der klassische Skilanglaufstil zu Grunde. Skating, auf Schnee wie auch auf festem Untergrund, erzeugt nachweislich noch höhere Energieumsätze. Zum Abnehmen ist Cross-Skating also ebenso ideal geeignet, wie auch für intensive Trainingsreize, sofern man erst einmal richtig in den Sport eingestiegen ist. Als „Idealer Sport für Übergewichtige“, bezeichnen aber nur Ahnungslose unseren Sport, man beachte nur die bisher aufgeführten Einschränkungen, die leider auf Übergewichtige häufiger zutreffen.

Aber Vorsicht: Gerade Untrainierte dürfen die Belastung am Anfang nur langsam steigern. Zwar würde ich nie behaupten, dass allein durch den Stockeinsatz 40 % mehr Energie verbraucht wird (dies wird oft vom Nordic-Walking und Nordic-Blading, ebenso leichtfertig wie falsch, behauptet), aber zwischen 5 % beim Einsteiger und 12-15 % bei guten Technikern wird durchaus der Energiebedarf höher liegen als beim schnellen (!) Rad- oder Lauftraining. Diese Mehrleistung muss aber das Herz-Kreislaufsystem erst einmal bewältigen! Sogar Leistungssportler wundern sich über den hohen Dauerpuls den sie mühelos beim Cross-Skating durchhalten. Anfänger müssen aber 6 bis 10 Wochen der Anpassung berücksichtigen, bevor sie sich auf Cross-Skates voll anstrengen dürfen. Einsteiger sollten sich am Besten von einem kompetenten Trainer beraten lassen.

Vom körperlichen Nutzen einmal abgesehen: die Bewegung des Cross-Skatings an sich und die „exotische“ Art der Fortbewegung machen einfach riesigen Spaß. Man kann sich umweltfreundlich in der Natur bewegen und es tut auch der Seele gut!

Aber man liest so viel vom „gesunden Training“ mit Cross-Skates. Mit welchen Cross-Skates und auf welche Weise trainiert man denn nun Cross-Skating am gesündesten?

Zuerst müssen wir hier, nach dem Pressekodex, hier auf geltendes Gesetz verweisen und das hier greifende Verbot gesundheitsbezogener Werbung untersagt Aussagen im Bezug auf Produkte und Dienstleistungen, die deren gesundheitliche Wirkung, ohne unmittelbaren Beweis darstellen. Besonders gesetzesunkundige Laien (oft „Ratgeber“ in Foren) oder einfach skrupellose Verkäufer (auch in Foren zu finden, geben sich oft nicht zu erkennen) verstoßen im Internet jedoch ständig ahnungslos oder mit voller Absicht gegen dieses Verbraucherschutzgesetz.
Cross-Skating hat zweifellos viele gesundheitlich wünschenswerte und auch gesundheitsfördernde Wirkungen, die aber belegbar erklärt werden müssen. Generell zu behaupten (Zitat) „Cross-Skating ist gesund“, stellt schon eine abmahnfähige Aussage dar, die so nackt dargestellt eigentlich nur die Inkompetenz der Aussagenden betont. Unsere Fachleute können auf Grund ihrer Ausbildung und Erfahrung einige gesundheitliche Wirkungen und Wirkungsmechanismen beim Cross-Skating erklären. Hier nur einige Beispiele:

  • Physiotherapeutische Wirkungen durch Vibrations-Trainingseffekte, Stoffwechselbeschleunigung durch mechanische Pumpwirkungen („Venenpumpe“, „Knorpelpumpe“).
  • Gelenk stabilisierende Wirkung ebenfalls durch Vibrations-Trainingseffekte, aber auch durch die geforderten Grundhaltungen auf den Cross-Skates.
  • Dieses Vibrations-Training beschleunigt auch die Regeneration enorm und das schon während des Trainings!
  • Herz-Kreislauftainig durch die Mittel- und Langzeit-Ausdauerbelastung des Cross-Skatings.
  • Anlegen und Aktivieren weiterer Neuronalbahnen durch Erlernen neuer, komplexer Bewegungsmuster als Demenz-Prophylaxe.
  • Konzentrationsschulung
  • Antidepressive Wirkungen und Unterstützung beim Drogenentzug durch wünschenswerte Hormonausschüttung
  • Stoffwechseltraining durch die notwendigen Stoff- und Energieumsätze im Körper.
  • Extrem hoher Sauerstoff- und Energieumsatz, wenn nach konsequantem Training ein bestimmter Trainingzustand erreicht ist.

Anmerken muss man hier aber unbedingt, dass diese Wirkungen nicht zwangsläufig eintreten oder in jedem Fall „gesund“ sind, z.B. kann Herz-Kreislauf-Training mit Infektionskrankheiten gefährlich sein, Magersüchtige könnten durch intensiven Sport ihre Gesamtsituation verschlechtern usw.. Die Wirkungen sich unspezifisch und könnenin vielen Fällen gesundheitlich wünschenswert sein. Eine Physiotherapie ist zum Beispiel sehr speziell, eine Cross-Skating Training kann aber einige Bestandteile davon enthalten (z.B. Gelenkstabilisierung) und die Therapie unterstützen oder fortsetzen. Lassen Sie sich aber bitte um Himmel Willen in diesen Fällen nur von Sporttherapeuten, Physiotherapeuten, Orthopäden oder geprüften Cross-Skating Trainern (ab B-Lizenz) beraten, auf gar keinen Fall in Foren und/oder von Leuten, die jemanden kennen, der einen kennt, der diese oder jene Gesundheitswirkung „beschwören“ würde.

Das Referenzausbildungszentrum des Deutschen Cross-Skating Verbandes in Groß-Gerau hatte allerdings schon einige Klienten beim Cross-Skating Training, die von anderen Laientrainern kategorisch vom Training ausgeschlossen worden wären:
Dialyse Patienten, Asthmatiker, leichte Schlaganfallpatienten, Angina Pectoris Patienten, Pateinten mir Knie- und Hüftgelenksprothesen, Depressions-Kranke, Tourette-Kranke, Drogensüchtige, Krebs-ReHa-Patienten, Diabetiker, eine 84-jähige Frau, und ein Sehbehinderter mit 5 % Restsehvermögen. Sie alle konnten den Cross-Skating Sport ohne auffällige Probleme oder Beschwerden ausüben. Diese Aussage darf aber keine Einzelfallprüfung ersetzen.
Ein großes Potenzial liegt sicher in der prophylaktischen Wirkung der Cross-Skating Sports, dokumentiert ist allerdings noch sehr wenig. Aber wer sich gar nicht mit „Kranken“ befasst und sie lieber sie vom Training ausschließt, kann auch keine Erfahrung mit deren „Heilung“ machen und sollte auch keine Aussagen darüber treffen.
Falsch sind allerdings Aussagen bezüglich bestimmter Sportgeräte, die einen „natürlicheren“ Bewegungsablauf ermöglichen sollen. Oft beziehen sie sich auf Bindungssysteme, welche die Ferse hoch klappen lassen. Durch die erhöhte Unfallgefahr durch den schlechteren Kontakt zum Sportgerät, schneiden diese Sportgeräte natürlich schlechter ab, was ihren gesundheitlichen Nutzen betrifft. Auch „Messungen“ die eine positive Aussage darüber unterstützend belegen sollen, sind nicht zutreffend, weil sie nicht im üblichen Terrain der Sportart und außerdem als Auftragsuntersuchung von Produktherstellern durchgeführt wurden, was sie im wissenschaftlichen Sinne disqualifiziert.
Ein Cross-Skating Training mit einem möglichst sicheren und ergonomisch optimal angepassten Cross-Skate, dürfte zunächst die meisten Bewegungsvarianten und einen sicherern Stil ermöglichen und somit die gesundheitlich beste Wahl sein. Also immer gute Cross-Skates + gute, vielseitige Stilschulung!

Worauf beruhen die Wirkungen des Cross-Skating Trainings?

Um die folgenden Aussagen völlig nachvollziehen zu können, muss man eigentlich selbst schon einmal Cross-Skating ausprobiert haben. Denn nach dem Cross-Skating-Training stellt man fest, dass man sich davon unglaublich schnell erholt auch wenn man sich dabei sehr ins Zeug gelegt hat. Zunächst einmal verteilt sich die Belastung auf praktisch alle Hauptmuskelgruppen, es werden also nicht nur wenige Muskeln völlig ausgelutscht. So kann man eine enorm hohe Gesamtbelastung aushalten, ohne sich wirklich zu überlasten. Herz-Kreislauf-Patienten sollten sich aber genau aus diesem Grund strikt an die Vorgaben ihres behandelnden Arztes halten. Zudem gibt es beim Cross-Skating keine größeren nachgebenden Bewegungen, wie sie beispielsweise beim Joggen oder Ballsport auftreten und dort Mirkomuskelrisse (= Muskelkater) verursachen können.

Es überwiegen im Cross-Skating Sport gut kontrollierbare langsame Kraftausdauerbewegungen die besonders schonend sind, weil keine unvorteilhaften Rumpfbewegungen durchgeführt oder extreme Gelenkwinkel eingenommen werden. Anfänger sollten allerdings unter fachkundiger Anleitung überprüfen lassen, ob sie sich nicht aus Unsicherheit in einer unvorteilhaften Haltung bewegen, die dann nach einer Weile dann eben doch wehtun kann. Cross-Skating muss zwar erlernt werden, es geht aber recht schnell, weil Cross-Skating im Fitnessbereich nur höchstens mittlere Anforderungen an die Koordination stellt. Deswegen ist Cross-Skating sicher, man fährt entspannter, verletzungsärmer und angstfreier. Dies und auch der Spaß, der beim Cross-Skating sehr schnell aufkommt, sind Faktoren, die bei der Trainingswirksamkeit nicht außer acht gelassen werden dürfen. Man ist dann einfach aus purer Bewegungslust häufiger oder länger unterwegs.

Es kommen noch weitere, ganz cross-skatingtypische, Eigenschaften hinzu: Beim fortgeschrittenen Cross-Skating kann man mit ganz cross-skating-eigenen Techniken sogar noch mehr Muskelgruppen und damit noch intensiver trainieren als beim Skilanglauf. Die eingenommenen Gelenkwinkel sind sogar schonender als beim Skilanglauf. Da man sich beim Cross-Skating nicht auf die Skienden treten kann, bewegt man die Beine etwas mehr unter dem Körper und muss bei jedem Schritt weniger in die „Grätsche“ gehen. Die Kniegelenke, die Hüftgelenke und auch die Balance profitieren davon. Wie auch kein „Kanteneinsatz“ möglich und nötig ist, werden die Gelenke der unteren Extremitäten deutlich gerader und schonender belastet als beim Ski-Skating.

Noch ein ganz anderer Effekt begründet wahrscheinlich die erstaunlichen Wirkungen des Cross-Skating auf andere Sportarten und auf das allgemeine Wohlbefinden. Abfahrts-Skifahrer und RaHa-Patienten kennen schon seit längerem das Training auf Rüttelplatten. Diese sind jetzt durch neue Vertriebswege wieder in Mode gekommen und setzen sich vor allem durch als zeitsparendes Training für Leute durch, die kaum bereit oder in der Lage sind wirklich zu trainieren. Mountainbiker kennen ebenfalls den beinahe unerklärlichen Kraftzuwachs durch harte Downhill-Trails. Beim Cross-Skating im Gelände, auf rauen Wegen und auf Schotterpassagen, nutzt man diesen Rütteleffekt auf ideale Weise.

Das Knie lernt die minimalen Stöße des Geländes zu koordinieren und wird im orthopädischen Sinne stabiler. Die Muskulatur reagiert auf diese Arbeit mit stärkerer Durchblutung und höherem Kraftzuwachs als beim „vibrationsfreien“ Training. Auch die Knochendichte und die Festigkeit des Bindegewebes profitieren vom Rütteltraining, das beim Cross-Skating im rauen Gelände immer automatisch enthalten ist.

Der Sauerstoffumsatz und Energieverbrauch ist durch Cross-Skating im Extrembereich so weit maximierbar, dass sogar hochtrainierte Sportler aus anderen Sportarten nach nur einer Stunde auf Cross-Skates schon ein massives Hungergefühl (!) und einen enormen Durst entwickeln können. Die Balance wird beim Cross-Skaten unter stärker wechselnden und dennoch kontrollierbaren Bedingungen breiter geschult, als dies beim Skilanglauf der Fall ist. Dies alles trainieren wir ganz selbstverständlich, wenn wir im wechselndem Gelände cross-skaten. Es ist nicht sicher, ob der Nutzen des Cross-Skating-Trainings jemals in beweisbare Zahlen gefasst werden kann. Aber wer erst einmal ein regelmäßiges Training auf Cross-Skates begonnen hat, wird auch ohne solche Zahlen davon überzeugt sein ein wirklich hocheffizientes und Spaß betontes Training für sich entdeckt zu haben.

Wie finde ich fundierte Informationen über das Training und über spezielle Übungen für Cross-Skating?

Eigentlich überall, wo Cross-Skater aktiv sind, das sind leider noch nciht allzu viele Gegenden. Es lohnt sich aber immer darauf zu achten, dass die Aktiven den Begriff „Cross-Skating“ (ohne Zusatz) als Bezeichnung für ihren Sport pflegen, dann ist es wahrscheinlicher, dass sie seine Alleinstellungsmerkmale verstanden haben. Dann ergeben sich folgende Quellen: Literaur (besoderes Augenmerk auf e-Books oder auch dieses Magazin), geprüfte (!) Trainer, erfahrene Cross-Skater. Andere Quellen sind nicht unbedingt das, was man unter „fundiert“ versteht, aber wer kritisch nachdenkt, kann auch daraus lernen oder auch lernen, wie man es nicht macht. Diese beschänkt empfehenswerten Quellen wären: YouTube & Co, Foren, Website, Blogs. Die spezielle Nachfrage zum Üben und Trainieren können wir sicher teilweise schon hier in diesem Magazin befriedigen.

Was brauche ich zum Cross-Skating?

Mehr Details sind hier im Cross-Skating Magazin in verschiedenen Artikeln zu finden.

Wie viele Cross-Skater gibt es?

Das ist schwer zu sagen. Mindestens 50 bis 100 Mal im Jahr zu skaten, darf man schon als „aktiv“ bezeichnen, aber das sind auch heute (Stand 2015) nicht mehr als 1000 in Deutschland. Wenn man die gelegentlich aktiven Cross-Skater dazu zählt, die etwa zwischen 20 und 50 Mal im Jahr fahren ist die Zahl etwas doppelt so groß. Es ist also nicht sehr wahrschinlich unterwegs Cross-Skater zu treffen. Es gibt also in Deutschland (Stand 2015)…

  • knapp 1000 Aktive,
  • etwa 1000 Weniger-Aktive und
  • > 80.000 weitere Cross-Skate Besitzer, die dann offenbar inaktiv sind.

Die folgenden zahlen passen aber nicht dazu:

  • Angeblich > 800 Cross-Skate Händler, die sich gerne als „Fachhändler“ bezeichnen, also als Spezialisten.
  • > 1000 „lizenzierte“ Trainer (fast mehr als Aktive!), Profis bestehen darauf, das leidige „Linzenziert“ wegzulassen.

Wer die Zahl der Cross-Skater vergrößern möchte, macht den Sport in seinem Bekanntenkreis und seiner Umgebung bekannt und/oder bietet Cross-Skating Treffs an und macht Veranstaltungen für Cross-Skater. Interessenten auf dieses Magazin hinzuweisen kann sicher auch nicht schaden.

Brauche ich unbedingt einen Kurs um Cross-Skating zu erlernen?

Unbedingt nicht, vor allem muss der Aussage „ein Grundkurs, ist ein Muss“, muss heftigst widersprochen werden. Wer das einfach behauptet, will meistens nur in Foren oder auf Werbe-Portalen billige Werbung für seine eigenen Kurse machen, ohne mit nachweislichen Fachkenntnissen zu überzeugen. Man weiss ja nichts über das Talent des Fragenden und an wen er im schlimmsten Fall bei seinem Trainer gerät. Es gibt nämlich komplett unqualifizierte „Trainer“, die sich nach wenigen Stunden auf irgendwelchen Veranstaltungen zum Trainer krönen lassen, ohne eigene Fähigkeiten unter Beweis stellen zu müssen. Es gibt sogar wirklich „Trainer“ dieser Art, die hauptberuflich im Rotlichtmilieu arbeiten. Da sind oft Normaltalentierte besser dran es mit etwas Recherche auf eigene Faust mit dem Cross-Skaten zu versuchen (oder sich einen wirklich guten Trainer suchen).

Cross-Skates machen oft von Anfang an SpaßEbenso falsch wäre es aber auch, prinzipiell zu empfehlen, dass man sich einen Kurs sparen kann. Mancher, der sich selbst als ziemlich gut einschätzt, schreibt oft in manchem Forum wie problemlos er es gelernt hat, es ganz leicht sei und man es „einfach“ selbst versuchen könne. Wer den Sport für einfach hält, unterschätzt ihn und bedarf vielleicht einer objektiveren Kontrolle seiner Fähigkeiten. Die Ansprüche an den Sportler sind etwa mittel, also weder leicht noch schwer, aber erlernbar. Ein niedriges Nieveau, dass zu Vorankommen genügt haben die meisten nach etwas Üben von alleine. Das Üben kann man systematisch selbst machen, wenn man weiß wie es geht oder es kann ein Trainer helfen (wenn er weiß, wie es geht). Gute Grundmotorik ist die Voraussetzung eine Sportart überhaupt ausüben zu können und die kann man auch verschiedenen Wegen erreichen. Ein guter (!) Trainer kann den Weg erheblich abkürzen, aber auch nach einigen Stunden Übungen mit einem schlechten Trainer wir man besser, aber vor allem, weil man einige Stunden geübt hat und weniger, weil es der Verdienst eines „Trainers“ ist. Wer wirklich weiter kommen möchte und die speziellen Cross-Skating Techniken erlernen möchte, kommt aber kaum an professioneller Betreuung vorbei. Fragen Sie ihren Trainer ruhig nach seiner Ausbildung und Berufserfahrung als Trainer sowie nach seiner sportlichen Vergangenheit. Kleine „Scheinchen“ von Produkherstellern oder sportartfremden(!) Verbänden sind leider immer noch kein gutes Zeugnis für Trainer. Ein gute Fang-Frage ist immer die, ob der Trainer auch Dreipunkttechniken, Permanentschub und Triple-Push unterrichtet und vorzeigen kann. Sollten Ausreden kommen oder auch ein Abtun, nach dem Motto „die Techniken sind eigentlich nur…“, vergessen Sie den Trainer, denn diese spezifischen Techniken muss ein guter Trainer kennen und hinbekommen.
Ja, es stimmt und wir haben es auch schon selbst oft erlebt, es gibt Talente, die fahren auf Anhieb besser und sicherer als ein großer Teil derer, die Grundkurse und besonders Skikekurse anbieten, aber diese Talente sollten sich auch nicht überschätzten, denn sie spezifischen Techniken bringt sich niemand selbst bei. Und vom eigenen Talent auf andere zu schließen und daraus abgeleitet allgemeingültige Rastschläge zu erteilen sind die schlechtesten Ratschläge überhaupt.

Kann ich mit Cross-Skates im Gelände fahren?

Nicht ab Anhieb! Vorkenntnisse in ähnlichen Sportarten verbessern zwar das Selbstbewusstsein, helfen aber anfangs trotzdem nicht allzu viel weiter, wenn es darum geht die spezielle Cross-Skating Technik zu erlernen, die man aber unbedingt benötigt, um auf rauem, tiefen oder weichem Gelände zu fahren. Man kann mit Cross-Skates zwar etwas „off-road“ fahren, aber der Begriff „cross“ wird oft zu großzügig ausgelegt. Man kann mit technischer Übung und körperlicher Fitness, so weit ins Gelände fahren wie es eben 15 bis 20 cm große Räder zulassen. Das geht zwar kaum über feste Waldwege oder einen Parkweg hinaus, verschafft aber rund 5-fach mehr Möglichkeiten, wenn es um die Auswahl von Wegen geht, als die Bindung an gute Asphaltstrecken auch die Inliner und Skiroller angewiesen sind. Je anspruchsvoller der Boden, desto größer und breiter sollten die Räder sein, was allerdings auch wieder mehr wiegt. Ein kurzer Radstand oder eine Klappbindung verschlechtern die Fahreigenschaften und die Fahrsicherheit im Gelände. Wer also vermehrt off-road fahren möchte verzichtet auf jede Art von Klappmechanismus und kauft sich besser Cross-Skates mit relativ langem Radstand.

Gibt es eigentlich Schwierigkeitgrade für Cross-Skating Pfade oder wie sonst kann man unbekannte Wege einschätzen?

Ja, ab 2007 wurde eine solche Skala von Cross-Skating.de, dem Vorgänger dieses Magazins, entwicklet. Nach längerem Hin-und-Her wurde diese 5-stufige Grad-Skala dann 2009 vorerst fertig gestellt. Die Beurteilung ist schwierig, weil sich die Qualität gleicher der Wege in kurzer Zeit wetterbedingt sehr schnell ändern kann. Die Beurteilung erfordert Erfahrung und eine gewisse Standardisierung. Da die Cross-Skating C-Trainer ja hauptsächlich als Tour Guides aktiv sind, ist die Einstufung in die fünf Cross-Skating Schwierigkeitsgrade auch Teil ihrer Ausbildung und Prüfung. Lange Zeit galten Wege das Schwierigkeitsgrades 5 praktisch noch ganz knapp als unfahrbar. Seit ein Berg-Klasisker dieses Schwierigkeitsgardes bezwungen wurde und auch wegen der zahreicher werdenden Cross-Skates mit dicker 8-Zoll Bereifung, wird aber bereits an einem sechsten Schwierigskeitgrad gearbeitet.

Welche Kleidung ziehe ich zum Cross-Skating an?

Atmungsaktive Sportkleidung, denn auf Grund deines hohen Energieverbrauchs beim Cross-Skating, wird du sonst völlig durch schwitzen. Wenn in schwierigem Gelände oder auf starken Gefällestrecken gefahren wird, können Protektoren und ein Helm nützlich sein. Wenn man im Flachland fährt, sind Handschuhe (im Sommer: fingerspitzenfreie Handschuhe) als Schutzkleidung meist ausreichend. Für Cross-Skaten mit eignen Schuhen gilt: Das Schuhwerk sollte eine schmale Vollgummisohle haben ohne Fersendämpfung haben und so flach wie möglich bauen.

Und welche Schuhe auf schuhlosen Cross-Skates?

Grundsätzlich haben sich auf Cross-Skates für eigene Schuhe flach gebaute leichte (!) Sportschuhe als die geeignetsten Schuhe herausgestellt. Chucks, Sneakers, Segelschuhe oder Hallensportschuhe vermitteln ein besseres Gefühl als Laufschuhe (die weiche Trittdämpfung nimmt das Skategefühl), Wanderschuhe (schwer und ziemlich hoher Stand) oder Skischuhe (im Sommer?!).

Auf manchen Cross-Skates ist die Schuhbreite hinten auf maximal 72 bis 85 mm limitiert, vorn maximal ca. 120 m. Die Schuhsohle darf bei manchen Modelle (z.B. Skike V07 oder SRB XRS07) nicht länger als 320 bis 330 mm lang sein, sonst passt sie nicht mehr auf den Rahmen. Das entspricht dann etwa Schuhgröße 45 bis 46,5. Eine Stelle am Bein muss vom Schuh, mit der Hose, mit langen Socken oder mit Sporttape, bedeckt sein. Wenn man barfuß auf dem Boden steht befindet sie sich die kritische Stelle in etwa 20 cm Höhe auf der Unterschenkelrückseite (etwa oberer Achillessehnenansatz). Dort entsteht beim Cross-Skating etwas Reibung. Leider kamen auch Modelle mit labiler seitlicher Schuhfixierung auf den Markt (Platikgurte), die keine seitlilcihe Skate-Kontrolle ermöglichten.

Auf den SRB XRS03 passen Schuhe bis etwa Größe 49/50, der SRB XRS02 / XRS06 verkraftet sogar Schuhe bis mindestens Schuhgröße 52. Der SRB XRS 07 ist leider auf etwa Schuhgröße 45 limitiert.

Der Powerslide XC Skeleton kann bis etwa Schuhgröße 49 benutzt werden, die Schuh müssen aber wegen des Schafts („Cuff“) Halbschuhe sein und in der Sohle sehr schmal. Geeignet für den Powerslide XC Skeleton sind nur Schuhe mit einer maximalen Absatzbreite von 76 mm (Modell in Größe S) bzw. 82 mm (Modell in Größe L). Das „Gelkissen“ das bei neueren Modellen ab 2015  unter dem Schuhabsatz platziert ist, sollte (einschließlich Schnellverstellungsschraube) schnellstmöglich entfernt werden.

Alle Cross-Skates mit fest montierten Schuhen sollte man mit bequemen und reibungsarem Socken fahren.

Da Stöcke mit scharfen Metallspitzen benutzt werden sollte man als Augenschutz eine Brille tragen, sobald man mit mehreren Personen unterwegs ist.

Wie und wo kann ich Cross-Skating lernen?

Im Rhein-Main Gebiet gerne im Cross-Skate-Shop (so viel Eigenwerbung darf sein, schließlich überlebt das Magazin nur so lange, wei dieser Shop überlebt) in Form von Trainingsstunden oder Kursen oder natürlich auch bei anderen umfassend ausgebildeten Cross-Skating-Trainern. Wer es sich zutraut, kommt aber manchmal auch gut allein auf Cross-Skates weiter, denn cross-skaten ist relativ ungefährlich und man stürzt nicht allzu häufig. Cross-Skating ist auch ein Sport für halbwegs begabte Autodidakten – so seriös, das zuzugeben, muss  man schon sein! Ein wenig gewarnt werden muss nämlich vor Trainern, die diese Bezeichnung nicht verdienen, weil sie in Blitz-Seminaren von wenigen Stunden zum  Trainer gekrönt wurden. Leider kommt besonders oft aus diesen Kreisen die sehr dringliche „Empfehlung“, dass man unbedingt einen Einsteigerkurs machen sollte, damit man es „richtig“ macht (Panikmache und dann die käufliche Lösung – billige Masche in vielen Foren!). Angesichts dessen, dass es fast ebenso viele so genannte Trainer wie auch Nicht-Trainer (normale Cross-Skater) gibt, ist leicht nachvollziehbar warum diese Empfehlung in erster Linie ausgesprochen wird. Es im Zweifelsfall es, mit etwas Geduld, selbst zu versuchen, ist weit weniger „falsch“ als den meisten Anfängern eingeredet werden soll.
Seit 2007 hat sich die Qualität der Trainerausbildung extrem auseinander differenziert. Die eine Richtung zielte darauf Interessenten schnellstmöglich mit einem (werbewirksamen und verkaufsfördernden) „Schein“ auszustatten, die andere Linie zielte schon seit 2005 auf Fachqualifikation und reine Förderung und Entwicklung des Sports. Die zweitgenannten Ausbildungen sind aufwändiger und dauern natürlich länger und haben daher erheblich weniger, aber deutlich qualifiziertere Fachkräfte hervorgebracht (C-Trainer = „Tour-Guides“, B-Trainer = „Cross-Skating Trainer“ und A-Trainer = „Cross-Skating Lehrer“). Leider werden inzwischen alle hochwertigen Begriffe schon wieder plagiatiert, also bitte immer genau nachfragen.

Wo kann ich Cross-Skates ausleihen?

Im guten Fachhandel, ein Cross-Skate Verleih macht ihn eigentlich erst dazu. Zum Beispiel im Cross-Skate-Shop im Rhein-Main Gebiet. Andere Verleihstationen können sich gerne bei der Redaktion melden.

Wo kann ich gute Cross-Skates kaufen?

Neue Cross-Skates und manchmal auch Gebrauchte wiederum im Cross-Skate-Shop (sorry für die Werbung, wir leben davon, da wir Profis sind, aber dafür erzählen wir auch keinen Müll). Auch jederzeit im unserem Webshop. Dringend empfehlenswert ist es, immer darauf zu achten, dass ein Webshop nur als Ergänzung eines echten Ladengeschäfts betrieben wird. Der Laden sollte natürlich eine eigene Fachwerkstatt betreiben und die so genannten Fachleute des Ladens sollten unbedingt selbst aktiv im Cross-Skating-Sport sein. So mancher „Showroom“ im Internet ist schnell als Luftnummer geoutet, wenn der Laden keine Ladenöffungszeiten hat oder den Raum nur „auf Vereinbarung“ öffnet, bzw. aufgebaut wird.  Wo sonst soll die Kompetenz und die Möglichkeit im Ernstfall weiterhelfen zu können herkommen, wenn nicht aus einem reellen Laden der von praktizierenden Cross-Skatern betrieben wird?

Welche Skates gibt es?

Die ersten Cross-Skater wurde von heute unbekannten Herstellern etwa 1895 gebaut, noch lange bevor der Skilanglaufsport oder das Inlineskating poplär wurde.

Grundsätzlich gibt es zwei Bauarten, nämlich Cross-Skates mit montierten Schuhen und Cross-Skates für eigene Schuhe. Das Sportgerät Cross-Skate hat immer eine fixierte Ferse und Luftreifen. Mit Cross-Skirollern und Cross-Inlinern kann man zwar auch den Sport Cross-Skating betreiben, aber sie unterscheiden sich dadurch, dass Sie entweder eine Skibindung (Skiroller) aufweisen oder man hoch über den Rädern ( Inliner) statt tief zwischen den Rädern (Cross-Skate) steht. Außerdem sind die Luftreifen ein Erkennungszeichen der Cross-Skates. Der gelegentliche Einbau einer Klappmechanik in früheren Jahren hat sich als Flop erwiesen, weil es dadurch nicht möglich wird damit „klassischen Skilanglauf“ zu betreiben, sondern lediglich die Geländetauglichkeit und die Fahrsicherheit leiden. Definitiongemäß sind solche Skates auch keine Cross-Skates mehr, die aus Sicherheitsgünden solche Umbauten auschließen. Spezielle Skiroller, die einen Fersenhochgang ermöglichen es den klassichen Langlaufstil zu 50 bis 70 % simulieren, diese haben dann kleine Vollgummräder (nur auf Asphalt fahrbar), haben meist keine Bremse, sind oft 75 cm lang und sind nicht leicht zu fahren. Cross-Skates kann man nicht auf „skiähnliche“ Eigenschaften umbauen. Das ist auch nicht sinnvoll, weil es den Einsatzbereich und die Sicherheit sehr einschränkt und man damit viel weniger trainieren würden.

Auch der Austausch  der Luftreifen das Cross-Skates gegen Plastikräder führt dazu, dass der Skate dann kein Cross-Skate ist, bestenfalls ein „Nordic-Skate“, dann natürlich mit schlechterer Bodenhaftung und Bremswirkung und fehlender Geländetauglichkeit.

Am längsten war der Trailskate der Firma Gateskate auf dem Markt, der 1977 auf zum ersten mal verkauft wurde und besonders seit 1990 deutlich weiter entwickelt wurde, aber dessen Produktion 2012 leider eingestellt wurde. Der Trailskate war der erste in Großserie hergestellte „Fat-Tyre-Skate“, da er auf 2 Zoll breiten 8 Zoll-Reifen rollte. Der Trailskate gilt als der erste „moderne“ Cross-Skate. Die „alten“ Cross-Skates, siehe 1895…

1999 kam eine Art Cross-Inliner von Rollerblade, der Coyote, der aber auch nur noch vereinzelt gebraucht zu haben ist. Diese Bauweise ist genau genommen eigentlich kein Cross-Skate, sondern ein Cross-Inliner.

2004 kam der Skike V03 bis V07 auf den Markt, der bis 2011 fast unverändert gebaut wurde und der sich zunächst durch das Engagement das Cross-Skate-Shops ganz erheblich verbreitet hat. Seit 2012 verschwand der V07 aber wieder vom Markt, da seitdem nur noch Restbestände verkauft werden. Die neueren Modelle setzten sich nur zögernd durch, da ein erheblicher Teil der früheren Händler vom Hersteller selbst vom Markt verdrängt wurde und modernere Konkurrenzprodukte auf den Markt kamen. Seit 2014 gilt der V07 praktisch als ausgestorben. Die nachfolgeden Modelle haben überwiegend noch die gleiche Geometrie, wei das 2004er-Modell.

2005 kamen die Nordic Cross-Skates der Firma Powerslide, des inzwischen größten Herstellers von Cross-Skates, auf den Markt, der auch die breiteste Angebotspalette hat. Modelle wie Trainer, Trail, Path und Skeleton, haben sich einer tendenziell positiven Ruf in der Szene verschafft. Ab 2012 hat Powersldie auch die Cross-Inliner wieder aufleben lassen und vermarktet seitdem einige Modelle. Ab 2014 wurde die Verwendbarkeit der Modelle für Cross-Skating aber weider schlechter, wie die Modelle schwerer und höher wurden und auch die Bremsen in ihrer Wirkung wieder schlechter wurden.

2007 schob der Hersteller Skike noch den Skike S mit 5-Zoll kleinen Rädern nach, der aber auf dem Markt floppte und seit 2008 nicht mehr hergestellt wird.

2011 kamen die Fleet Skates der Firma Boss auf den Markt, die den Skikes zwar äußerlich sehr ähneln, aber etwas robuster gebaut waren. Seit 2014 hörte man weniger davon und es wurden oft nur noch Restposten oder Farbvarienten dieses bis dato einzigen Modells verkauft.

Und 2012 ist schließlich noch der Skiroller-Hersteller SRB mit dem Modell XRS02 und XRS03 in den freien Cross-Skate Markt eingestiegen. Durch das richtige Konzept und überzeugende Qualität gehörten die SRB Cross-Skates schnell zu den beliebtesten auf dem Markt, sowohl bei Könnern, wie auch bei Anfängern. 2015 griff SRB das Konzept des „Fat-Tyre-Skates“ auf und stellt seitdem mit dem XRS06 einen erstaunlich geländetauglichen Cross-Skate auf dicken 8-Zoll Reifen her.

Seit 2014 gibt es den europäischen SKITIRE, der der leichteste und günstigste Cross-Skate auf dem Markt ist und durch clevere Details und gute Qualität überzeugt. Es ist der aktuell empfehlenswerteste Cross-Skate für Kinder ab 9, weil er leicht ist und trotzdem normale 6-Zoll Räder aufweist. Er gilt immer noch als Geheimtipp unter den Einsteiger-Modellen.

Sinnvoll ist es, Modelle mit zwei Wadenbremsen zu bevorzugen oder sie mit einer zweiten Bremse auszurüsten. Das Prinzip der Wadenbremse ist für einen sicheren Fahrstil unverzichtbar. Aus der Unterrichtspraxis kann immer wieder bestätigt werden, dass das Bremsen mit den meisten anderen Bremssystemen (z.B. durch Schienbeindruck oder Handbremshebel) sehr gewöhnungsbedürftig ist und gerade Anfänger schnell überfordert. Bremsen mit Wadenbremsen oder Rückfallbremsen macht den meisten Anfängern schon nach kurzer Zeit richtig Spaß, weil man eine zuverlässige und starke Bremswirkung erzielt. Die mögliche Bremswirkung ist beinahe so stark wie die eines Fahrrades.

Welche Nordic Cross-Skates sind besser oder sportlicher, mit oder ohne festen Schuh?

Eine häufige Frage und leidiges Thema, das früher grundsätzlich von Skike-Händlern mit Skikes und von Powerslide-Händlern mit Powerslides diskutiert wurde. Es gibt natürlich auch noch andere Cross-Skate Hersteller, wie SRB oder Fleet Skates, weswegen man diese Frage aktuell (Stand 2015) mit „XRS02 oder XRS03 von SRB“ beantworten muss – der momentan der ausgereifteste und sportlichste unter den Serien-Cross-Skates ist. Wer einen Schuh vom Inlineskating gewohnt ist oder ihn aus orthopädischen Gründen braucht (vorher anprobieren!), ist oft mit Powerslides mit festem Schuh besser dran, wer den Vorteil der freien Schuhwahl höher ansetzt, wird entweder den SRB XRS02 / XRS03, den Powerslide XC Skeleton oder den alten Skike V07 (als Tuning Version „Rockskate“) bevorzugen. Der aktuelle Top-Cross-Skate mit montiertem Schuh ist der Powerslide XC Path.

Die manchmal gelesene Pauschalbehauptung, Cross-Skates mit fest montiertem Schuh seien die „sportlicheren“ Skates ist nicht grundsätzlich richtig. Besonders der Powerslide XC Skeleton und der SRB XRS02 / XRS03 / XRS06 geben enormen Halt und sicheren Stand. Skates für eigene Schuhe sind aber auch nicht unbedingt immer stabil, da der Schuh gut passen muss und auch die Schuhpolsterung nachgiebig ist. Bei Skates ohne eigene Schuhe muss für einen Gewichtsvergleich immer der eigene Schuh mit gewogen werden. Wer die Fahrdynamik des Cross-Skating Sports verstanden hat, weiß die Vorzüge des tieferen Schwerpunktes eines Cross-Skates zu schätzen und wird auch tendenziell längere Skates bevorzugen. Die Firmen Powerslide und SRB haben sich jedoch den sportlichen Entwicklungen unseres Sports gegenüber als deutlich aufgeschlossener gezeigt und senkten die Standhöhe ihrer Cross-Skates deutlich ab, womit sie langfristig tatsächlich wieder sportlicher werden, weil sie eine „verwegenere“ Fahrweise zulassen. Fahrer unter 90 kg sollten eher Cross-Skates bevorzugen, die weniger als 2,4 kg/Stück wiegen, weil der Fahrstil sonst etwas zu plump wird.

Ab etwa 2015 sinkt der Anteil der Modelle mit festen Schuhen wieder deutlich, so dass einigen Jahren der Marktanteil eher unbedeutend sein dürfte.

Wir haben zwei Kinder, 7 und 8 Jahre, und möchten mit ihnen geminsam cross-skaten. Welche Empfehlungen gibt es für diese Idee?

Mit den Kindern besser noch ein bis zwei Jahre warten. Cross-Skating ist eine komplexe Ganzkörpersportart, die Kinder normalerweise erst ab etwa 9 Jahren erfassen können. Ausnahme sind Kinder, die schon früher gründlich das Ski-Skaten mit Stöcken erlernt haben.

Ist die Fahrtechnik wie beim Skiskating, Eisschnelllauf oder Inlineskating?

Der Skatingschritt auf den anderen Sportgeräten ist ähnlich, aber nicht identisch. Skiskater, Eisskater und Inlineskater kommen aber mit den Cross-Skates zunächst klar, die Gesamtbewegung mit den Stöcken wird nur den Skiläufern vertraut vorkommen. Es gibt aber spezielle Techniken auf Cross-Skates, die das Fahren sicherer machen und ein geländetaugliches Fahren erst angenehm machen. Diese Techniken kann man dann leider weder auf Skiern und Inlinern lernen und sie erfordern unbedingt (angeleitete?) Praxis auf Cross-Skates. Nicht umsonst gibt es schon jetzt rund dreimal so viele sinnvolle Fortbewegungstechniken, als beispielsweise in den Skilehrbüchern erwähnt werden. Interessante Parallelen gibt es jedoch auch zum Nordic-Iceskating (mit Stöcken auf Natureis).

Natürlich haben Vorkenntnisse in ähnlichen Sportarten oft Vorteile, sie dürfen aber bei der praktischen Ausübung des Cross-Skatings oder im Unterricht nie zum VORURTEIL werden, sonst öffnet sich im Kopf die „das-ist-genau-wie-Schublade“ und die Eigenheiten des Cross-Skatings werden langsamer erlernt. Cross-Skating ist sportlich und technisch vielseitiger als die Einzelsportarten Skilanglauf, Rollskilauf, Inlineskating oder Nordic-Inline-Skating. Daher wäre es eine didaktische Sackgasse, die Ganzjahres-Multi-Ausdauersportart Cross-Skating einer dieser erheblich begrenzteren Sportarten „unterzuordnen“. Es ist in der Praxis oft umgekehrt, dass die anderen Sportarten von uns „Ganz-Jahres-Cross-Skatern“ nur zu bestimmten Jahreszeiten oder auf bestimmtem Untergrund (z.B. Schnee oder Asphalt) als Ergänzungs- oder Ausweichlösung ausgeübt werden. Also werden diese anderen Sportarten bereits als sportliche „Untermenge“ des Cross-Skating Sports gehandhabt.

Ist es mit den Stöcken leichter, weil man sich abstützen kann?

Nein, niemals auch nur daran denken, sich mit den zerbrechlichen Stöcken abzustützen! Dies kann zu gefährlichen Unfällen führen. Auch sollen hier die völlig unfachmännischen Zitate warnend erwähnt werden die sagen, dass man mit Stöcken leichter das Gleichgewicht halten können oder Stöcke zur Gleichgewichtsschulung beitragen. Oft wird nämlich das genaue Gegenteil beobachtet – die Praxis wieder einmal! Leichter geht es aber auf alle Fälle, was den Antrieb betrifft, denn die Stöcke sind als Antriebsunterstützung gedacht und sehr hilfreich, wenn es einmal schwerer voran geht.
Die leicht „stabilisierende“ Wirkung des Stockeinsatzes kann man erst richtig genießen, wenn man den Stockeinsatz schon länger geübt hat und sicher auf den Skates steht. Anfangs übt man sinnvollerweise zunächst ohne Stöcke. Klingt vielleicht widersprüchlich, aber … einfach ausprobieren!

Aber man kann doch sicher Nordic-Walking Stöcke nehmen!?

Nein, denn sie sind viel zu kurz. Dann lieber noch eine Weile ohne Stöcke üben, als sich einen schlechten Stil anzugewöhnen oder über die kurzen Stöcke zu stolpern. Cross-Skating Stöcke werden ganze 40 bis 55 Zentimeter länger gewählt. Überhaupt ist Nordic-Walking von der sportlichen Siete her kaum mit dem Cross-Skating zu vergleichen.

Welchen Still soll man den nun fahren – 1-zu-2-Skating, 1-zu-1-Skating oder was sonst?

Das kommt auf die Situation an. Da wir beim Cross-Skating durch die sehr stark wechselnden Bedingungen immer vor anderen Situationen stehen, sollte man anstreben alle bekannten Techniken zu erlernen und je nach Bedarf anzuwenden. Da wären beispielsweise Schlittschuhschritt, Doppelstockschub, 1-zu-2-Skating und Diagonalskating als Grundtechniken, als Aufbautechnik das 1-zu-1-Skating und – technisch noch anspruchsvoller – das Permanentschub-Skating und die Triple-Push-Technik. Jeweils in Kombination mit der Dreipunkt-Technik ergeben sich schon mehr als doppelt so viele Stile wie beim Skilanglauf. Bereits vielseitig ausgebildete Freizeitsportler sind oft im Stande den als „anstrengend“ geltenden 1-zu-1-Skating-Stil über viele Minuten und sogar über Stunden durchzuhalten und den Permanetschub mitunter sehr lange ausdauernd zu fahren. In diesem Magazin stehen weitere interessante Artikel zu diesem Thema. Die Krönung der Stile, da am anstrengendsten, dafür aber am sichersten, ist der Triple-Push, der nur von Fachtrainern ausgebildet wird.

Wie viele Kilometer trainieren die meisten auf Cross-Skates?

Was den Jahresumfang betrifft, kommen Gelegenheitsfahrer oft schon auf bis zu 1000 km pro Jahr, engagierte Freizeitsportler auf rund 1000 bis 3000 km im Jahr und die Spezialisten sind sogar bis zu rund 8000 km im Jahr unterwegs. Bei einem Trainingstempo von durchschnittlich 10 bis 18 km/h kann man sich den Zeitaufwand ausrechnen. Anfängern genügen oft einzelne Trainingsetappen von 5 bis 10 km, die meisten Freizeitsportler ziehen beim normalen Training zwischen 10 und 20 km Länge vor und die „Freaks“ planen oft Trainingseinheiten von 15 bis 40 km, aber gelegentlich auch 60 km oder bis über 100 km ein.
Wer als „Profi“ in der Szene unterwegs ist, dem sei es erlaubt, nur falls er einmal verletzt sein sollte, nur 2500 km pro Saison zu fahren, schon allein wegen seiner beruflichen Glaubwürdigkeit.

Wie lang muss man üben, um einen perfekten Stil zu erlagen? Wie viel Erfahrung brauchen Cross-Skating Trainer?

Diese Frage konnten wir selbt lange Zeit nicht beantworten und es fällt auch jetzt noch schwer dies genauer zu sagen. Nach Konsultation eines Lernpychologe und vergleichen mit anderen Lernprozessen, kann man aber davon ausgehen, dass mindestens 60.000 bis 90.000 km reines Cross-Skating Training notwendig sind um sich eine „Perfektion“ auch nur anzunähern, also rund 20 Jahre für die Meisten. Reine Kilometerleistung zählt dabei aber nicht, besonders die schnellen Absolventen langer Strecken, die dadurch hohe Jahreumfänge erreichen, könnten sich zu schnell der Illusion von „Perfektion“ hingeben. Das „Wie“ ist entscheidend, also die Qualität des Übens. Langsame Cross-Skater sind deswegen mit 60.000 km schon deutlich weiter als schnellere Cross-Skater. Um den Cross-Skating Sport überhaupt angmessen beurteilen zu können muss man mindesten 5 km bis 20 km hinter sich bringen. Eine thoeretische Beschreibung kann ledigliche Argument für den Sport liefern. An der Praxis kommt man also nicht vorbei. Ausreichende Bewegungssicherheit zum „Loslegen“ stellt sich oft zwischen 20 und 60 km Fahrpraxis ein.

Cross-Skating im HerbstDie Grundlage (auf Asphalt erlangt) um auch einige Kilometer auf festen Waldwegen „cross“ zu fahren, liegt oft zwischen 60 und 300 km, daran arbeitet man danach aber noch lebenslang weiter. Überwiegend sicher fühlen viele ab 1000 bis 2000 km Erfahrung, dann kann man gezielt alle abbauenden Techniken erlernen oder spezielle Cross-Techniken verfeinern.. Bei einer Umfrage uner Cross-Skatern, die Anfang 2015 ausgewertet wurde, wurde im Mittel eine Erfahrung von 5000 km gefordet, die ein Trainer als mindeste Erfahrung auf Cross-Skates mitbringen sollte. Wir sind der Ansicht, dass das für Grundausbildungen zwar ausreicht, aber besonders die „Aufbaukurse“ mindestens die doppelte Erfahrung erfordern, da man mit 5000 km Erfahrunng die fortgeschrittenen Bewegungstechniken selbst noch nicht sehr routiniert anwenden kann. Perfektionisten fordern zwar auch von Trainern „Perfektion“ (sprich: rund 75.000 km Erfahrung), aber bis heute (2016) hat noch kein Cross-Skater diesen Erfahrungsumfang.

Gibt es Wettkämpfe im Cross-Skating oder schon einen Verband?

Ja, Wettkämpfe gibt es, wenn auch nicht viele. Um die oft hemmende Bürokratie zu umgehen, werden noch die meisten Veranstaltungen inoffiziell ausgetragen. Man trifft sich dann zu „Trainingswettkämpfen“ auf vermessener, aber nicht gesperrter Strecke und fährt eigenverantwortlich um die Wette. Im Rahmen anderer Veranstaltungen, wie Volksläufen, gibt es zunehmend auch einmal eine Cross-Skating Startgruppen. Auch hier gibt es großen Aufholbedarf. Ob dafür ein Verband unbedingt notwendig ist, darf selbstverständlich bezweifelt werden. Ein unabhängiger Verband ist sehr wertvoll für den Cross-Skating Sport und es gibt ihn faktisch auch schon seit 2005/2006 als GbR, doch er arbeitet seitdem fast völlig im Hintergrund. Falls der Cross-Skating Sport aber einer etablierten Sportart „untergeordnet“ werden soll oder darf, ohne seine Alleinstellungsmerkmale zu verlieren, muss ebenfalls stark hinterfragt werden, weil er ja beispielsweise eindeutig kein Skisport ist. Und ein ständiger Vergleich mit „stärkeren“ Sportarten (Mitgliederzahlen, Finanzen und Einfluss) hat bisher immer zu unangemessenen Anpassungserscheinungen der „schwächeren“ Sportarten geführt, die dadurch an Identität eingebüßt haben. Bisher fahren wir wohl am Besten uns ehrenamtlich und nicht-kommerziell gut zu organisieren und sportliche Aspekte, wie Fairness und Sicherheit in den Vordergrund zu stellen. Die vom Cross-Skating Magazin initiierte Touren Serie und das Magazin selbst an Brennpunkt für Informationen, können ein Anfang sein.

Wenn jetzt noch mehr Sportler „cross“ unterwegs sind, ist das nicht umweltschädlich?

Nein, nur bei Leuten, die das so sehen wollen und den wirklichen Tatsachen verschlossen gegenüber stehen. Tatsache ist, wir können mit Cross-Skates gar nicht in tiefes Gelände oder auf sehr weiche Wegen vordringen, wo wir den Boden dann noch mehr „weichtreten“ würden. Ein Vorankommen wird so schwierig, dass man frühzeitig einfach nicht mehr weiterfährt, wenn die Böden zu empfindlich werden. Jeder unterdurchschnittlich trainierte Wanderer kann weiter ins Gelände vordringen und selbst er wird kaum Schaden anrichten. Unsere mitteleuropäischen Bergdörfer sind also künftig nicht durch von uns verursachte Erdrutsche bedroht.

Ist Cross-Skating im Vergleich zu Inline-Skating das was Mountainbiking im Vergleich zu Rennradfahren ist?

Der Vergleich MTB zu Rennrad wird gern im Zusammenhang mit Cross-Skates zu Inliners gezogen und trifft in diesem Zusammenhang viel weniger zu als man denkt (Geländetauglichkeit!). Aber ein anderer Vergleich stimmt viel mehr nämlich, wenn mann das Rennrad mit Rollskilaufen und CS mit MTB gleichsetzt: Fast jeder Rennradfahrer hat deutlich von der Erfundung des MTB profitiert, das Trainig wurde dadurch vielseitiger, abwechsreicher und in der Saison länger, der Vorteil den auch jeder Skilangläufer und sogar Skiroller-Spazialist für sich verbuchen kann, wenn er cross-skatet. Das oft gehörte Argument, dass die fehlende Skibindung beim Cross-Skate, das Skigefühl „versaue“ ist etwas eben so schlagkräftig, wie eine aufrechtere Sitzposition auf dem MTB, welche von einer gekrümmteren Haltung auf dem Rennrad entwöhne. Die Umstellung zum anderen Sportgerät geht nach dem X-ten Wechsel innnerhalb von wenigen Minuten und jeder Rennradfahrer, wie auch Rollskiläufer profitiert von den – Dank Abwechslung und Vielseitigkeit – mehr gefahrenen Trainingskilometern auf dem jeweiligen „Cross-Sportgerät“ ihrer Sportart.

Woran erkenne ich unseriöse und laienhafte Angebote? Im Internet tummeln sich ja schon so viele und jeder will der Beste sein.

Das ist richtig und leider sowohl im Handel, als auch bei den Dienstleistern, oft sogar bei Kursanbietern, der Fall. Fragen sie offen nach dem sportlichen Hintergrund und der Dauer der eigenen Erfahrung und Ausbildung der Anbieters, sofern Sie Wert darauf legen. Eine schlechte Werbung ist es immer, wenn keine glaubhaften Referenzen vorliegen. Doch nur ein Stück Papier über eine Wochenend-Trainerausbildung ist keine Referenz, lediglich Standard-Werbetexte und Bilder der Produkthersteller zu zeigen sind keine Referenzen. Es gibt auch Fettnäpfchen, die Ahnungslose und Trittbrettfahrer eindeutig outen. Beispiele für auffällig verdächtige Falschaussagen (!) sind folgende…

  • Cross-Skates mit Wadenbremsen bremst man durch Gewichtsverlagerung (falsch, das bewirkt gar nichts!)
  • „Vorderfußabdruck“ (den gibt es speziell beim Cross-Skating nicht, hier hat jemand ahnungslos bei anderen Sportarten abgeschrieben)
  • Man fällt nach hinten, wenn man die Ferse belastet (vielleicht auf Inlinern, auf Cross-Skates mit korrekt eingestellter Bremse nicht. Fersenbelastung ist typisch und wünschenswert beim Cross-Skating, damit man auch off-road fahren kann und sicherer steht)
  • Man bremst durch Strecken der Knie (und kann dann nichts mehr ausgleichen – die Knie auf Cross-Skates während der Fahrt niemals strecken!)
  • Passende Stocklänge = Körpergröße x 0,9 (das soll immer passen? Da macht es sich jemand aber leicht und hat keine Ahnung wie viele Faktoren eine Rolle spielen)
  • Man steht stabiler, wenn man x-beinig steht (und strapaziert dabei die Gelenke und ermüdet frühzeitig. Hier hat jemand keine Grundlagen gelernt)
  • So (wie auch immer) kann man kilometer lang bergab bremsen (nur halten dies weder die Bremsen, noch die Reifen aus. Wer so etwas schreibt, hat offenbar selbst noch keine 200 Meter am Stück gebremst)
  • Man kann dauerhaft 25 bis 30 km/h schnell fahren (uns ist noch niemand bekannt, der/die das kann. Die das aber behauptet, soll es uns gern einmal vorführen!)
  • Ein Kurs ist ein MUSS! (Quatsch, wer sich gut informiert, fährt damit besser und billiger als mit einem schlechten Kurs und wer so krampfhaft um Kunden wirbt, gibt oft schlechte Kurse. Bei guten Trainern bringen Kurse natürlich auch etwas.)

So sieht es leider aus, wenn fröhlicher Zweckpotimismus (= Verkaufsförderung) in blanke Lügen umschlägt. Informieren sie sich bitte immer umfassend und fragen Sie nachdrücklich!

Und dann gibt es auch noch Bilder und Videos auf denen sich vermeintliche „Trainer“ als eigentlich ahnungslos outen, was die spezielle Cross-Skating Fahrtechnik betrifft. Das wären…

  • „Hängendes Vorderrad“ – in keiner Phase sollte sich das Vorderrad tiefer befinden als das Hinterrad
  • Übungen in denen das Hinterrad mehr als 10 cm vom Boden angehoben wird – fahrlässig und gefährlich!
  • Stöcke die nach vorn zeigen – ebenfalls fahrlässig und gefährlich!
  • Bremsen oder fahren mit gestreckten Knien – fern jeglicher spezifischer Dynamik unseres Sports!
  • Demonstration oder Empfehlung eines breiten Standes oder breiten Stockeinsatzes – hier ist der „Trainer“ offenbar noch selbst Anfänger und unsicher.
  • Nach außen „schlenzen“ des Vorderrades in der Rückholphase des Skating-Schrittes – so nachlässig darf kein Trainer sein, sollte er eigentlich wissen warum…

Muss ich die Radlager meiner Cross-Skates warten, zum Beispiel Öl hineinlaufen lassen? Oder soll ich sie irgendwie reinigen?

Eigentlich sind die Lager „wartungsfrei“, was nicht bedeutet, dass die Wartung unmöglich wäre, aber sie ist zu aufwändig und zu umweltbelastend: Dichtung entfernen und nachher wieder unbeschädigt einsetzen, das zähe Fett vollständig entfernen und das alles entsorgen (auswaschen mit giftigen Lösungsmitteln oder Petroleum). Womöglich noch Strom verbrauchen mit einem Ultraschallreinger und dann die Lager noch elektrisch trocknen (giftige/explosive Dämpfe!?). Die Reinigunglösung ist übrigens immer Sondermüll! Das Aufwand lohnt nicht und die Lebensdauer der Lager im Verhältnis zum Preis ist in der Regel recht hoch. Ein Nachölen von außen ist aber nur eine Notlösung für 20 bis 50 km, wenn ein Lager bereits quietscht und man befürchten muss, dass es sich auf der nächten Fahrt festfressen wird. Geeignet zum Nachfetten sind auch eigentlich nur spezielle Lagerfertte (kein Universalfett, das wäre wie Palmin als Universalbrotaufstrich). Beim Nachölen von außen wird eigentlich immer durch das Öl auch weiterer Schmutz in der Lager transportiert und erledigt das Lager damit völlig. Es dreht sich dann zwar für eine kurze Weile ohne große Gefahr festzufressen, aber das ist nicht die vorgesehene und schon gar nicht schonenste Methode der Lagerschmierung.
Kugellager zum Reingen auszuwasschen, mit Petrolium, giftiger Nitroverdünnung oder sogar mit hochgiftigem Ballistol, ist absolut verpönt unter Cross-Skatern. Wir betreiben eine Natursportart und wollen diese erhalte und nich zum Einsparen von 3 € pro Jahr diese Zerstörung und auch noch Zeit verschwenden!
Verbrauchte Radlager immer in die Wertstofftonne entsorgen und neue kaufen, das ist einfach und gar nicht so teuer.

Sie werden diese FAQ oder Teile daraus in identischer Form oder verdächtig ähnlich auf mehreren Websites und auch in Printerzeugnissen finden. Wir entwickeln unsere Texte jedoch weiter (daher steht hier immer die „neueste Version“) und formulieren sie oft nach neuesten Erkenntnissen um, damit sie immer aktuell sind, daher rühren einige Abweichungen von Texten, die sonst immer noch identisch wären. In ganz offensichtlichen Fällen wurde das hier verwendete Wort „Cross-Skate“ einfach nur durch „Skike“ oder „Nordic Skate“ ersetzt. Unseriöserweise und logischerweise findet man natürlich in keiner dieser illegalen Kopien eine Quellenangabe. Welcher Dieb gibt schon gern zu, dass er klaut? Wir wollen den Sport bekannt mache, aber Klauen kann teuer werden!

Hier Texte abzuschreiben und sie auf der eigenen Seite zu verwenden, ist auch dann noch eine Urheberrechtsverletzung, wenn die Wörter „Cross-Skate“ und „Cross-Skating“ durch „Skike“ und „Skiken“ ersetzt wurden. Grüße an den großmäuligen Abmahn-Anwalt aus München und an Herrn von Guttenberg!