Skike

Vorstellung des Werdegangs der Marke und der Produkte

Der Österreicher Otto Eder hat schon verschiedene Sportgeräte erfunden. Eines davon nannte er später „Skike“, was ein Kunstwort aus „Ski“ und „Bike“ sei. Um 1997/98 hatte er dann die ursprüngliche Idee zum Skike und legte damit zweifellos eine gute Grundlage des heutigen Cross-Skating Sports. Ein geländetaugliches Rollsportgerät mit großen luftbereiften Rädern sollte es werden. Das erste Modell hieß dann Megarun, hatte 12-Zoll-Räder und hatte auch schon Waden-Bremsen.

1998/99 folgte dann der Mountainskate als weiterentwickeltes Sportgerät, das aber immer noch etwas mehr als 4 kg pro Skate wog. Der Mountainskate 1999/2000 hatte dann bereits 8-Zoll-Räder und war nochmals leichter. Der Skike 2000 war dann wieder eine Weiterentwicklung, die dem Vorgängermodell äußerlich noch sehr ähnelte. Wie nah Otto Eder schon an den Entwicklungsstand mehr 15 Jahre heran kam, konnte er sicher kaum ahnen und diese Bauform wurde auch von Skike nicht beibehalten.

2000 kam dann auch bald der Skike V03 in Kleinserie heraus, das erste 6-Zoll Modell des Erfinders. Die 6-Zoll-Reifengröße wurden seitdem beibehalten. Es folgte der Skike V04 und 2004 der Skike V05, der damals mit Road Star Reifen ausgeliefert wurde und eine recht hochwertige und haltbare Aluminiumlegierung aufwies. Der Skike V05 gilt unter Insidern bis heute als der beste jemals gebaute Skike, vielleicht wegen der Alu-Legierung. Der Verkaufpreis, von diesem damals noch größtenteils noch in Deutschland hergestellten Produkt, lag bei 369 €.

Ab 2005 wurde der Skike dann in größerer Stückzahl ausschließlich in China gefertigt, der Preis auf 269 € reduziert und auf Skike V07 umbenannt. Ein Modell V06 kam nicht auf den Markt. Nach leider zahlreichen verbogenen Rahmen, Rahmenbrüchen, Reifenproblemen und Bremssattelbrüchen, wurde die Produktion immer wieder umgestellt. Der Preis wurde dann später auf 249 und dann auf 199 € gesenkt. Unpraktisch und leicht irritierend bewertete damals schon das Portal Cross-Skating.de (Vorgänger dieses Magazins) die renitente Verbreitung des Begriffes „Skiken“ für den wachsenden Sport, den wir „Cross-Skating“ nennen.

Verwirrend für den Verbraucher war, dass die technischen Veränderungen nicht mehr an einer Veränderung der „Versionnummer“ erkennbar waren. Von 2006 bis 2010 zählten wir vier kleinere oder größere Detailänderungen, die wohl dem Fachmann, kaum aber dem Kunden erkennbar waren.

2006 bekam der 6-Zöller Skike V07, „Nachwuchs“ mit dem kleinen Modell Skike V07 S oder auch Skike kids (nur andere Lackierung), das 5-Zoll Räder hatte. Das nur knapp 1,4 kg leichte Modell wurde zunächst bis 70 kg Fahrergewicht, später nur noch bis 60 kg freigegeben. Diese Modell verkaufte sich nur sehr schleppend, sicher auch weil die 5-Zoll Reifen offroad recht schlechte Rolleigenschaften und eine recht kurze Haltbarkeit hatten.

2008 bekam der Skike V07 dann als Modellpflege die Nummer „120“ auf die Seite geklebt, um zu zeigen, dass dieses Modell 120 kg Belastung aushalten kann. Ein knappes Jahr später wurde dann teilweise diese Zahl auf den Rahmen zusätzlich auflackiert und das Modell seitdem als Skike V07-120 bezeichnet. Ab 2008 gab es auch Blitz-Ausbildungen von Personen die dann „Skike-Trainer“ genannt wurde. Die Ausbildungsqualität wurde jedoch wegen der extrem kurzen Schulung von vielen Seiten angezweifelt und auch der Verdacht einer primären Verkaufsförderung durch diese Ausbildungen geäußert.

Die Reifen änderten sich von 2005 bis 2012 insgesamt mindestens 9 mal. Außerdem gab es von Skike auch zusätzlich weiße Reifen und Reifen mit rechteckigem Stollen, die für rund 36 € pro Stück angeboten wurden, sowie eben die erwähnten 5-Zoll Skike Reifen. Bemerkenswert ist, dass während des ständigen Wechsels der Reifenbauart, durchaus auch Chargen mit sehr guter Haltbarkeit darunter waren – man hätte diese dann einfach beibehalten sollen.

Ab 2010: Eine unschöne Abmahn-Serie gegen Händler und Trainer, die einst die Firma Skike geholfen haben aufzubauen, macht die Firma europaweit nicht gerade beliebter. Seitdem distanzierten sich viele Personen aus diesen Gruppen von einstigen Skike-Promotoren stillschweigend oder öffentlich von ihrem früheren Geschäftspartner. Es wird dadurch ein genereller Rückschlag für den Sport prognostiziert.

2011 kamen dann die VX-Modelle, Skike VX solo und Skike VX twin auf den Markt. Mit 2,5 und 2,8 kg, einem Preis von 290 bzw. 360 €  und der mechanisch etwas anfälligen Knick-Mechanik der Skike VX twin, waren sie relativ schwer und wurden vom Markt nicht sehr gut angenommen. 2011 stellte Skike überraschend auch die Zusammenarbeit mit mehreren langjährigen und umsatzstarken Onlinehändlern in Europa ein und eröffnete im Gegenzug einen eigenen Online-Shop. Für konventionelle Sportgeschäfte wurde dadurch der Vertieb spürbar unattraktiver. Auch Online-Händler spürten die Konkurrenz durch Skike. Ein grßer Teil der bei Skike gelisteten „Händler“ waren nicht als solche aktiv und wurden schnell für werbewirksame Karteileichen gehalten. Gleichzeitig wurde der größte Teil der Ersatzteilversorgung, beim noch gehandelten alten Skike V07 eingestellt. Der Kommunikationston der Firma Skike wurde unter neuer Geschäftführung unnötig verschärft, was der Firma weder Ruhm noch bessere Gewinne einbrachte. Lieder steig dadurch der Anteil der Ablehung in der Szene gegenüber Skike weiter an. Mit uns herrschte Kommunikationssprerre, die Geschäftführern war zu keinem Kommantar zu bewegen.

Ende 2012 kam dann der für rund ein Jahr früher angekündigte Skike V07 Plus auf den Markt. Die Verwirrung mit diesem nur etwa fünften (mit Skike S und Skike kids, siebenten!)  der Skike V07 Modelle war bei den Kunden recht groß. Aufklärende und besonders erfahrene Händler gab es ja nun erheblich weniger als noch zwei Jahre zuvor, so dass sich die Unsicherheit auch auf das Kaufverhalten auswirkte. Optisch wirkte der neue Skike nun moderner, technisch hielten sich Vor- und Nachteile im Vergleich zum alten Skike V07 in etwa die Waage. Außerdem gab es inzwischen immer mehr gute Alternativen von anderen Herstellern, sowie auf „frei von Kinderkrankheiten“ umgebaute/getunte Skike V07-Modelle (Baujahr 2007 bis 2011) von engagierten Cross-Skate-Schmieden im Lande. Der Verkauf des alten Skike V07 (ohne „Plus“) wurde 2012 offiziell von Skike eingestellt – es waren jedoch noch lange Zeit zahlreiche Modelle in den Lagern von einigen Cross-Skate-Händlern und -Tunern, die auch noch bis 2015, oft in veredelter Form, erfolgreich verkauft wurden.

Januar 2013: Eine Art Winterschlussverkaufs-Aktion der Modelle Skike VX solo und Skike VX twin, mit bis zu 45 % Rabatt im Onlineshop von Skike, verunsichert Käufer und die noch verbliebenen Händler nochmals.

April 2013: Verlängerung der vorher erwähnten Aktion, diesmal ohene Angabe der Dauer, wahrscheinlich so lange ein größerer „Vorrat reicht“. Das alles erschwerte Händlern ein wirtschaftliches und qualitatives Arbeiten – Umsatzrückgänge wurden vorhergesagt.

2013 sollten neue Reifen von Skike kommen. Einer davon wurde als „Antiplatt-Reifen“ angekündigt, kam aber dann nicht auf den Markt. Der andere Reifen war der alte Bekannte Road Star, der schon vor 7 Jahren auf einer Skike-Version verbaut war. Den Road Star Reifen gibt es bereits seit 2004 auf dem deutschen Markt ohne größere Lieferengpässe. Der Preis des Skike V07 Plus lag inzwischen bei rund 240 €.

Mai 2013: Der Skike V07 Plus wurde technich und preislich abgespeckt und unter dem Promotion-Aktionsnamen „Base“ für eine Woche zum Dauer-Dumpingpreis von 149 € unter anderem bei Tegut angeboten. Insbesondere an den Schraubverbindungen, den Passungen und der Ausstattung wurden Einsparungen vorgenommen. Einge Händler bemühten sich erfolglos um den Bezug dieses Sparmodells von Skike und kündigegen daraufhin die Zusammenarbeit.

2014: Die neuen Modelle des Jahrgangs sind technisch fast gleich geblieben. Die Vorstellung eines Skates mit „Knicksystem“ war keine wirklich neue Erfindung und wurde bereits von anderen Herstellern viele Jahre zuvor als Fehlentwicklung wieder eingestellt. Experten hielten die angewendete Technik, bei welcher der Schuh, unabhängig von der Schuhgröße 20 cm vor seinem Absatzende geknickt wird, nicht für erfolgversprechend. Außerdem kame 2014 phasenweise extreme Ausverkaufangebote der Firma selbst, was wiederum weitere Händler verärgerte. Eine Diversifizierung in andere Produkbereiche (Ski, Auto…) ließ eine klare Produktlinie der Firma immer schwerer erkennen.

Als Indizien für abnehmendes öffentliches Interesse und Probleme qualifizierte Mitarbeiter zu finden werden gewertet, dass die FAQs auf der Hompage aus diesem Magazin abgeschrieben („gewulfft“) wurden. Die öffentlich Akzeptanz und der Ruf der Firma sank dadurch leider weiter. Manche wollen darin schon ein Ende der Firma Skike sehen, was wir aber nur für Wunschdenken einger enttäuschter Händler hielten.

2015: Der TÜV Rheinland hat die Firma Skike in eine schwarze Liste aufgenommen (Aktuallität ohne Gewähr). Grund ist das „unrechtmäßige Anbringen des GS-Prüfzeichens“ an einem Helm. In der Vergangenheit hatte das Duale System Deutschand ebenfalls das Anbringen ihres nachgeahmten Recycling Symbols durch die Firma Skike an bestimmen Produktverpackungemn mockiert. Topeak und Exel haben ebenfalls schon Beschwerden geäußert wegen nachgeahmter Produkte aus ihrem Haus. Das Cross-Skating Magazin hat ebenfalls kopierte Texte auf der Skike-Seite identifiziert und archiviert. Muss das sein, wenn man sich sonst so gern als „innovativ“ vermarktet?

Januar bis April 2017: Otto Eder persönlich bittet um einen Gefällen bezüglich Berichtertattung im Insider-Blog unseres Alleinfinanzierers Cross-Skate-Shop. Da es keine skike-spezifische Äußerung war, die auch noch völlig unwichig war, erhielt er die Zusage zur sofortigen Löschung. So sei es überflüssig dies „juristisch“ durchzusetzten (die Äußerung kam bei uns nicht gut an und kam uns leider bekannt vor). Das wäre bei allgemeinen Äußerungen auch gar nicht möglich. Wir werten es aber stets als Zeichen von Sicherheit und Stärke, wenn man redet, statt zu drohen.
Die Andeutung einer künftigen Zusammenarbeit von Otto Eder mit uns, wurde bisher noch nicht bestätigt. Im Gegenzug wurden leider von uns abkopierte Texte von der Skike-Seite noch nicht entfernt. Nach einem Treffen mit grundsätzlich gutem Eindruck, warten wir noch auf einen konstruktiven Vorschlag.

Wir sind aktuell wenig motiviert über neue Produkte dieses Herstellers zu berichten und warten bis dato auf ein positiveres und konstruktives Feedback. Das Magzin ist keine Plattform zur Produktpräsentation oder zum begeisterten Abnicken neuer Produkte. Wir arbeiten journalistisch, was bisher immer noch ein Alleinstellungsmerkmal in der Szene zu sein scheint.