Den Cross-Skating Sport „pushen“

von Frank Röder am 29. März 2017

Nein, hier sollen keine reißerischen Sprüche zum Rezitieren veröffentlicht werden, mit denen man seinen „lukrativen“ Nebenerwerb mit Cross-Skates und Kursen innerhalb kürzester Zeit vorantreiben soll. Ganz bestimmt nicht, denn davon gibt es genug. Das Cross-Skating Magazin ist als seriös und pragmatisch bekannt, oft sogar lakonisch. Denn so ist leider aktuell die Realität. Der Cross-Skating Sport ist nach einem etwas mehr als fünfjährigen Aufschwung leider inzwischen in einer Art Tief angelangt. Nichtsdestotrotz ist Cross-Skating ein faszinierender Sport und wir der Überzeugung, das der Sport aus diesem Tief wieder auftauchen kann. Ein solides Gegensteuern in den letzten Jahren hat leider nicht viel bewirkt – noch immer wird der Sport unseriös und „sensationell“ beworben, was zwangsläufig zu Enttäuschungen führt, denn eines kann man dem Sportler nicht abnehmen: Man muss den Sport immer noch selbst ausüben und dafür kann nur jede Motivation recht sein.

Und genau hier soll angesetzt werden. Alle Aktiven sollten einen Beitrag leisten, damit diese fantastische Sport nicht noch mehr in der Versenkung verschwindet und bald wieder aus ihr auftaucht. Sorry, so klar muss man das einmal sagen, denn schnell produzierte rosarote Werbe-Wolken verpuffen schneller als sie entstehen. Argumente, diesen Sport zu betreiben und dabei zu bleiben findet man hier im Magzin zu Hunderten, daran mangelt es also nicht.

Es sind die Angebote, an denen es mangelt und zwar vorwiegend keine Bezahl-Angebote, davon gibt es recht viele (leider sind nicht alle ihr Geld wert). Gefragt sind mehr kostenlose Angebote oder sehr kostengünstige Angebote. Das erfordert das sprichwörtliche ehrenamtliche Engagement, das aber leider immer mehr in Vergessenheit gerät.

Vorwiegend kostenlos sind die typischen Cross-Skater-Treffs, Cross-Skating Touren und Cross-Skating Conventions. Es ist ist auch nichts dagegen einzuwenden,wenn bei Touren oder Conventions für Verpflegung oder Raum-Miete eine Kosten deckende Pauschale erhoben wird. Treffs, so das Prinzip von Sport-Treffs sind aber immer für die Teilnehmer gratis.

Kostengünstig ist ein etwas dehnbarer Begriff. Gut, manche(r) zahlt horrendes Geld, um einen Star zu sehen und findet das sei viel Geld wert. Einmal abgesehen von solchen Teenie-Schwärmereien, ein Startgeld darf durchaus erhoben werden. Man sollte sich aber dabei an den üblichen Startgeldern von Vereins-Veranstaltungen orientieren. Profi-Events, wie Großstadt-Läufe, kommerzielle Triathlons oder publicity-würdige Stadion-Veranstaltungen sollten hier kein Maßstab sein, sie treiben nur die Preise hoch und das schreckt ab. Ein kürzeres Cross-Skating Rennen sollte aktuell nicht mehr als 15 € Startgeld kosten, längere Rennen auch nicht mehr als 25 €. Darüber ist zu befürchten, dass jemand die Sportler finanziell über Gebühr ausnutzten will. Er ist legitim, dass für einen Vereine am Ende auch ein per Euro Guthaben verbleiben, aber um kommerzielle Veranstalter mit lukrativen Einnahmen zu überschwemmen, ist unsere Sport-Szene in den letzten fünf Jahren eindeutig zu klein geworden.

Was kann man tun?

Es gibt mehrere Möglichkeiten…

a) Einen Treff gründen. Dafür muss man sein Vorhaben bekannt geben. Das ist Magazin die ideale Adresse* dafür. Einfach die üblichen W-Fragen beantworten (Was, Wann, Wer, Wo) und einer offiziellen Veröffentlichung hier im Magazin steht nicht mehr im Wege. Die Erfahrung zeigt, dass diese Treffs immer vor Ort gepflegt werden müssen, von einer (oder zwei) Verantwortlichen, die in allen Belange angesprochen werden. Das Magazin kann nur helfen darauf hinzuweisen. Die wesentlichen Erkennungsmerkmale eine Treffs sind: Kostenlose Teilnahme, reiner Trainings-Treff ohne enthaltene Trainings-Dienstleistungen, regelmäßiges Angebot, nicht zu schnell (10 bis 14 km/h), konstantes Tempo, technisch leichte Strecken, nicht zu lang (45 bis 90 Minuten). Wer dort teilnimmt sollte daher zumindet schon ein wenig Ausdauer haben. Natürlich können bei größeren Treffs, verschiedene Leistungsgruppen starten, aber so weit muss ein Treff erst einmal wachsen.

b) Touren anbieten. Touren sind länger als Treffs und finden unregelmäßig. Sie werden zu besonderen Anlässen, zum Beispiel an Feiertagen, angeboten und der Erlebnis-Charakter steht im Vordergrund. Der Anspruch kann beleibig vom Veranstalter festeglegt werden. Man kann den Schluchsee an einem Nachmittag umrunden (17 km, mittelschwer), in zwei Tagen von Reutlingen zum Bodensee fahren (200 km, anspruchsvoll) oder eine entspannte leichte 25 km-Tour zum 1. Mai machen (leicht aber, die 25 km fährt vielleicht nicht jeder so oft). Als Eckpunkte für eine Tour gelten: Geführte Tour (der Tour-Guide muss sehr gute Ortskenntnisse haben), Mindestdauer 90 Minuten (damit sich die Anfahrt überregional auch lohnt), die Strecke sollte vorher veröffentlicht werden. Um solche Touren anzubieten, ist ebenfalls das Magazin ideal. Terminbekanntgabe, Vorbericht und Live-Erlebnis-Berichte – das alles ermöglichen wir.

c) Vereins-Initiativen! Durch die Fitness-Studios und die wandelnde Alters-Struktur in Deutschland haben viele Vereine stark gelitten. Es mangelt ihnen oft an Mitgliedern. Doch sie lernen dazu und spielen ihre Stärken wieder mehr aus. Vereine haben „Personal“ oft auch Räume und erreichen oft viele Personen. So können viele Aktivitäten mit Unterstützung von Vereinen besser durchgeführt werden, sei es im eigenen Verein oder man tritt mit Veranstaltungs-Vorschlägen an Vereine heran. Beispielsweise war es schon mehrfach möglich Cross-Skater in ein Volks-Radfahren einzubinden. Sinnvoll und oft erwünscht ist es vorhandene Ausrüstung und Infrastrukturen von Vereinen zu nutzen. Vereinsgelände liegen manchmal regelrecht brach und Vereine würden sich oft freuen wenn diese mehr genutzt werden würden.
„Biathlon“-Interessierte aufgepasst: Viele Schützen-Vereine haben noch Lasergewehre in ihrem Bestand und würden diese gern mehr für Veranstaltungen nutzen oder günstig verleihen, da lohnt sich immer eine Anfrage und ein Moderner Biathlon ist ganz einfach veranstaltet. Für den „Knaller“ unter den Veranstaltungen haben wir einen Extra-Punkt (d) aufgeführt.

d) Cross-Skating Rennen veranstalten. Rennen sind die Attraktionen schlechthinin vielen Sportarten.  Aber selbst veranstalten ist für viele Cross-Skater ein Problem, es wollen ja oft alle selbst mitfahren und wir sind – wie schon gesagt – nicht viele, da zählt jeder Einzelne im Rennen für einen guten optischen Eindruck. Ein praktisches Modell scheint es aber ein Cross-Skating Rennen als „Huckepack-Veranstaltung“ auf  Laufveranstaltungen draufzupacken. Überall wo Läufe auf geeigneten Strecken stattfinden, kann man die Veranstalter fargen (fragen kostet nichts), ob sie bereit wären, für Cross-Skater eine Extra-Startgruppe vor oder hinter die Startgruppen der Läufer zu schalten. Die Laufveranstaltung erhält dadurch einige Euro mehr an Startgeldern und eine kleine Zuschauer atraktion dazu. Das hat schon mehrmals erfolgreich funktioniert, zum Beispiel in Frankfurt am Main. Dabei sollte man folgend Punkte beachten:

  1. Nur bei Veranstaltungen anfragen, deren Strecken durchgängig geeigent sind oder deren Strecken für Cross-Skater passend modifiziert werden können. Sand-, Schlamm- und Grobschotter-Böden gehen nicht, ebenso Tartanbahnen (die Stockspitzen schädigen sie mehr als Spikes) im Start-Ziel Beriech oder gefährliche Abfahrten. Besonders Cross-Strecken sollten leicht gewählt werden.im Wettkampf sind dann subjektiv alle Böden „schwer“.
  2. Den Veranstalter gut über die Besonderheiten des Cross-Skating informieren
  3. Es sollte kein Überscheidung mit anderen Startgruppen geben, auch keine Läufer, Inline-Skater oder Nordic-Walker. Lediglich mit Roll-Ski-Sportlern kommen Cross-Skater klar, weil diese den Aktionsradius der Stöcke richtig einschätzen können.
  4. Die Ausrichtung im Folgejahr sollte abgesichert werden. Also den Veranstalter unterstützen, Hilfe anbieten oder evtuell höheres Startgeld zahlen.

e) Cross-Skating Conventions ausrichten. Es gibt sie schon länger, diese Szene-Treffen, Convention heißen sie aber erst seit 2016. Ausrichter werden immer gesucht und zwar immer am Ende der aktuellen Convention. Die Beteiligung der Aktiven war bisher immer mäßig bis bescheiden, was der großräumigen Verteilung der Aktiven geschuldet ist. Wir hoffen auf Besserung, denn alle Teilnehemr der Convnations haben besher davon profitiert. Conventions sind übrigens für die Teilenehmer kostenlos oder bestimmte Angebote werden zum Selbstkostenpreis angeboten. Die nächste Cross-Skater-Convention findet übrigens am 29. April statt.

* Veröffentlichungen bitte informativ und als „unique-content“, das heißt, wir veröffntlichen nichts, was gleichlautend schon anderswo im Internet steht. Am Besten umformulieren, wenn man schon an anderer Stelle dafür wirbt. Darüber hinaus kann man natürlich auch seine Veranstaltungen im Cross-Skating Forum bekannt machen. Bei Bekanntgabe Foren ist jedoch zu bedenken, dass die „Halbwertszeit“, in der das Angebot noch gefunden wird, im Durchschnitt bei 7 bis 10 Tagen liegt. Neue und unwichtige Einträge verdrängen die wirklich wichtigen Einträge des Sports nach hinten. Im Cross-Skating-Forum konnten wir diesem Wert auf außergewöhnliche 25 bis 30 Tage erhöhen, was aber für viele Veranstaltungen immer noch zu kurz ist für eine effiziente Werbung.

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